Banner1
IchBinNetzathlet125x50

Tagebuch 2008/09

09.11.2009 Ein Lebenszeichen aus Friedrichshafen

Erstmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich mich so lange hier nicht mehr gemeldet habe. Es lag größtenteils daran, dass “Alice-DSl” wirklich eine Chaotenfirma ist und ich nach nun über 5 Wochen immer noch keinen eigenen Internetanschluss habe. Heute sollte es endlich so weit sein, der Anschluss wurde freigeschaltet. Nachdem ich nun schon alle Hotline-Mitarbeiterinnen mit Vornamen kenne;) musste ich heute erfahren, dass sie die Hardware an meine alte Adresse in München geschickt hatten, wieder nichts mit Internet. In 2 Tagen soll es dann soweit sein, mal schauen...

Aber erstmal der Reihe nach:

Wie vielleicht noch nicht alle wissen, bin ich seit Oktober bis Ende März 2010 nun am Bodensee bei ZF Friedrichshafen, 6 Monate Ingenierspraktikum, bevor ich dann nach den letzten 3 Uniprüfungen im Februar/März mit der Diplomarbeit beginne.

Beim letzten Rennen am 3. Oktober, dem Oberland-Cup, einem EZF über 39km wollte ich eigentlich nochmal meine hervorragende Zeitfahrform der letzten Wochen beweisen. Doch es kam dann doch ein wenig anders. Am Vortag waren wir beim Griechen Abendessen und wollten meinen Abschied ein wenig feiern. “Leider” entartete dies etwas, so dass wir nach dutzenden Ouzos und einigen Bieren erst spät ins Bett kamen. Am nächsten Morgen gings mir entsprechend berauschend. Ich startete als letzter auf die Strecke (jede Minute Regeneration war kostbar*ggg) und merkte bald, dass es trotzdem gar nicht so schlecht lief. Nach und nach konnte ich vor mir gestartete Fahrer auffahren. Am Ende sprang dabei der 2. Platz von ca. 25 Teilnehmern heraus, 25s hinter Philipp Geisert. Wer weiß, was für eine Zeit drin war, wenn ich 100% fit gewesen wäre...

Auf Grund der Doppelbelastung von Arbeit und Studium, die letzte Semesterarbeit kostet mich zur Zeit die meisten Abende und Wochenenden, muss das Training zur Zeit hinten anstehen. Doch ich versuche zumindest 2 oder 3 mal die Woche eine Stunde zu laufen und evtl. noch ins Fitnessstudio zu kommen. Letzte Woche war ich sogar nach Ewigkeiten mal wieder beim klettern und ich muss sagen, es hat richtig Spaß gemacht.

Am Wochenende gehts wieder mal nach München, die Sixdays sind mittlerweile zum Pflichttermin geworden. Dazu hat sich auch noch Wolfgang Sacher angekündigt, die Silbermedaille bei der Bahn-WM über 4000m letzte Woche muss ausgiebig gefeiert werden, das wird ein heiden Spaß.

L

13.09.2009 Einzel- & Paarzeitfahren Dingolfing - Eine super erfolgreiche Woche geht zu Ende

Nach dem Besuch des Bicyculture-Festival in München fiel das Aufstehen nach nicht mal 5h Schlaf um halb 7 etwas schwer, doch schon eine Stunde später waren wir, Bernd und seine Mixed-Team Partnerin Daniela, Philipp Geisert und ich hochmotiviert auf dem Weg nach Dingolfing.

Da wir alle auch im anschließenden Paarzeitfahren starten wollten, hatten wir niedrige Startnummern, um zwischen den beiden Rennen etwas Verschnaufpause zu haben. Ich startete eine Minute hinter Philipp, der schon das Straßenrennen vom Freitag und das B/C-Kriterium vom Vortag in den Beinen hatte, zum vorletzten Rennwochenende der Saison aber nochmal alles geben wollte. Wie schon am Mittwoch ging ichs richtig defensiv an, merkte aber schon bald, dass es richtig gut lief und erhöhte sukzessive den Druck. Umso deprimierender war es dann, als der spätere Sieger Jürgen Fuchs von hinten angerauscht kam, der eine Minute hinter mir gestartet war. Bis zum Schluss verlor ich aber nur mehr ein paar Sekunden, konnte obwohl ich auf einen Schlusssprint verzichtete knapp 350 Watt fahren und kam mit einem Schnitt von 44,2km/h ins Ziel. Hier der Leistungsgraph

Jetzt hieß es, schnell die Glykogenspeicher auffüllen und die Beine wieder locker rollen fürs abschließende Paarzeitfahren über die gleiche Strecke. Hier rechneten wir uns gute Chancen aufs Podium aus. Dementsprechend hart fuhren wir gleich los, die Wechsel klappten problemlos und nach etwas mehr als der Hälfte hatten wir das vor uns gestartete Team aufgefahren. Entweder hatten wir sie aus ihrer Trance geweckt oder sie verschossen jetzt ihr letztes Pulver, als sie uns wenig später wieder zurück überholten und uns kurzzeitig aus dem Rhytmus brachten. Doch als es dann kurz vor dem Ziel nochmal einen kleinen Anstieg hoch ging, waren sie entgültig weg und wir konnten auf dem letzten Kilometer alles raushauen.
PZF_Dingolfing

Bei der anschließenden Siegerehrung wurden wir alle für unsere Anstrengungen belohnt. Bernd und Daniela sicherten sich den 3. Platz in der Team-Mixedwertung, ich kam sowohl bei den Amateuren im EZF als auch mit Filippo im PZF auf den 3. Podestplatz und dafür jeweils die Bronzemadaille umgehängt. So machte sich Bernds “Gran Fondo - Bomber” mit 4 Medailliengewinnern wieder auf den Weg nach München... Hier die Ergebnisse: EZF und PZF
Siegerehrung_Dingolfing

An dieser Stelle nochmals ein Riesen Lob an die Organisatoren, das war eines der bestorganisierten Rennen, die ich bis jetzt erlebt hatte. Eine Super-Strecke, über 30 Helfer kümmerten sich um das Wohl der Fahrer sowohl auf als auch neben der Strecke. Auch die Siegerehrung war sehr kurzweilig. Ich kann die Veranstaltung nur jedem weiterempfehlen!

11.09.2009 RCC Straßenrennen Harmating

Schon am Mittwoch merkte ich, dass die Beine richtig gut waren. Auch heute bei der Anfahrt fühlte es sich ganz gut an.

Am Start stand aber dann harte Konkurrenz und schon in der ersten Runden gingen die ersten Attacken, allen voran der amtierende Deutsche Duathlonmeister Wolfgang Schober. Auf der langen Geraden stand aber ein recht heftiger Gegenwind, so dass ich damit rechnete, dass ein Einzelfahrer hier nie wegkommen kann. In der zweiten Runde probierte er es erneut, schnell hatte er eine Lücke von 50m. Doch hinten blieben wir ruhig, wechselten in der Führung und hielten den Abstand immer unter 30 s. In der vorletzten Runde war wieder geschlossenes Feld, die Entscheidung fiel somit in der letzten Runde. Im einzigen ernsthaften Anstieg der Runde attackierte Philipp, kam aber nicht weg, so dass das Tempo wieder rausgenommen wurde.

Hier sah ich meine Chance, ich wusste, jedem brennen jetzt die Oberschenkel, jetzt musst du durchziehen! Schnell hatte ich bis zur Bergkuppe 50m Vorsprung, doch noch waren es 2,5km bis ins Ziel. Die folgende kurze Abfahrt tat ganz gut, hier konnte man 2 oder 3 Tritte auslassen. Als das Ziel schon in Sichtweite war und ich mich kurz umdrehte, war ich mir sicher, dass es reichen würde. Mit knapp 200m Vorsprung überquerte ich die Ziellinie, dahinter wurde hart um die weiteren Podiumsplätze gesprintet. Den 2. Platz sicherte sich Philipp Geisert vor Christoph Lösche.

Eigentlich hatte ich den Start beim Kriterium in Grünwald am heutigen Samstag geplant. Doch ich merke, dass die Form richtig gut ist (auf den letzten 2,5km konnte ich gestern nach 1100 W beim Antritt im Schnitt 401 Watt über 3,5min durchhalten) und werde mir meine Körner für das morgige Einzel- & Paarzeitfahren in Dingolfing aufheben, anstatt heute und morgen angeschlagen am Start zu stehen und bei beiden Rennen nichts zu reißen...

 

09.09.2009 EZF Olympiastraße

Die Vorbereitungen auf den letzten Höhepunkt des Jahres liefen hervorragend. Der erste Wettkampf des Blocks sollte das Einzelzeitfahren des Forstenrieder SC auf der Olympiastraße sein, wobei die Strecke doppelt gefahren wurde mit Wende bei Wangen.

Ich plante extra 2 Ruhetage vor dem Rennen ein, damit die Beine frisch sein sollten. Schon beim Warmfahren fühlte ich mich ganz gut und war zuversichtlich, dass es heute gut laufen würde. Während der ersten 8,5km geht es 85hm hoch, ich nahm mir extra vor, richtig defensiv mit ca. 315 Watt loszufahren, steigerte nach 5min auf knapp 330W und war noch richtig frisch, als das etwas steilere Stück nach Wangen kam, wo ich dann mit über 360 Watt drüberziehen konnte.
Ergomo_EZF-Oly-Forstenrieder

Durch die Ortschaft wurde ich von ein paar Autos ausgebremst, so dass ich kurzzeitig auf den Gehweg auswich, um die zugeparkte Engstelle zu passieren. Die holprige, kurvige Passage beim Gut Schorn, wo ich auch unseren Präsi Christoph überholen konnte, der eine Minute vor mir gestartet war, brachte mich richtig aus dem Rythmus und es dauerte bis zum Waldstück nach Wangen schon wieder Richtung München, bis ich wieder meinen Tritt gefunden hatte. Das Ergomo zeigte mir 335 Watt Durchschnittsleistung, jetzt gings nur mehr darum, auf den letzten schnellen 8km bergab den Druck konstant hochzuhalten. Obwohl es hier schon richtig weh tut, macht es einen Höllenspaß, mit 53km/h und mehr an den Hobbyradlern vorbeizurauschen, die hier mit 30 rumpedalieren. Die letzten 3km musste ich richtig kämpfen, konnte aber nochmals einige vor mir gestartete Fahrer/innen überholen und im Ziel war ich erstmal ziemlich platt.

Doch ich konnte auf dem Rückweg den Schnitt auf 340 Watt steigern (44,3 km/h), so schnell war ich bei einem Zeitfahren dieser Länge noch nie unterwegs. Auf dem 8,5km langen Teilstück von Wangen nach Forstenried konnte ich einen 51,52er Schnitt fahren, insgesamt reichte es zum zweiten Platz von 29 Startern, Christoph Allwang war nochmals 34s schneller und sicherte sich souverän den Sieg.

 

05.09.2009 MTB-Tour um die Zugspitze

Wiedereinmal machte ich mich mit Florian Behrens auf den Weg nach Garmisch, diesmal mit dem MTB. Wir hatten die Umrundung des Zugspitzmassivs geplant, eine von der Landschaft herrliche, technisch nicht allzu schwere Runde mit ca. 85km und 2100hm. In Garmisch angekommen trafen wir uns mit Janez Jaklic, Neumitglied bei Concordia und MTB-Experte, der die Runde schon über 10mal gefahren war.

Wir kamen schnell voran, nach dem ersten Anstieg vorbei am Eibsee gings in rasanter Abfahrt hinunter nach Ehrwald. Dann gings teils recht steil bergan Richtung Ehrwalder Alm. Um dem Trubel etwas aus dem Weg zu gehen, machten wir noch einen Abstecher auf die Hochfeldernalm auf 1732m ü.N.N., wo wir uns dann auch mit Suppe, Knödel und Kaiserschmarrn für den Rest der Tour stärkten.
Wetterstein_05092010

Erst steilere Abfahrt, dann das Gaistal immer nach Osten runter. Dann links weg Richtung Lautersee und Ferchensee, zwei idyllisch gelegenen, kleineren Bergseen. Anschleißend gehts nochmal ein gutes Stück ziemlich heftig hoch, wenn man nicht gerade im Renntempo hoch will, ist man hier über den 34er Rettungsring ganz froh. Kurz vor Garmisch gehts nochmal etwas ruppig runter, mit Starrgabel und meinen bescheidenen Geländefahrkünsten musste ich hier ein paar Meter abwärts schiebend zurücklegen, während ich Florian und Janez, die sich da ziemlich flott hinunterstürzten, in wenigen Sekunden aus den Augen verloren hatte. “Geschwindigkeit stabilisiert” war der Kommentar der Beiden, als ich unten komplett durchgeschüttelt ankam. Ich werd versuchen, das irgendwann zu beherzigen;)

Bevors nochmal in die letzten beiden Uni-Prüfungen geht, steht nochmals eine “Großkampfwoche” mit 5 Rennen an. Am Mittwoch nochmal ein EZF über 20km, um mich wieder an die Position auf dem Zeitfahrer zu gewöhnen. Am Freitag das letzte Rennen der Concordia-Vereinsmeisterschaft und Samstag B/C-Kriterium in Grünwald, wo wir gemeinsam versuchen werden, dass Filippo zu seiner 5. Platzierung kommt.

Mit etwas schweren Beinen wirds dann am Sonntag zum Großen Jedermann EZF/PZF nach Dingolfing gehen, wo jeweils 20km zurückzulegen sind. Beim Paarzeitfahren werde ich mit Filippo starten. Ob dann überhaupt noch was geht, wird man dann sehen, denn beim Zeitfahren merkt man am allerdeutlichsten, ob die Beine frisch sind oder eben nicht...

21.-23.08.2009 VR-Zollernalbtour

Nachdem unser “Team Nutridual” mit dem Paralympicssieger Wolfgang Sacher, Werner Müller-Schell, Christian Sacher und mir mit dem Gewinn des Mannschaftszeitfahrens im Juni erfolgreich gestartet waren, machten wir uns für dieses Wochenende gemeinsam auf den Weg ins württembergische Albstadt zum dortigen Jedermann-Etappenrennen.

Leider ist Werner krankheitsbedingt noch nicht einsatzbereit, so dass er sich dafür ganz der Journalisten- & Photographenrolle widmen konnte und seine neue Hightech-Kamera ausgiebig testete...

Vom Zugspitz-Jubi-Trip hatte ich einen derartigen Muskelkater, dass ich die Treppen im Rückwärtsgang nehmen musste. Ich war aber trotzdem voll motiviert, als es dann am Freitag kurz vor 18 Uhr in den nur 4km kurzen Prolog ging. Erst knapp 2km und 25hm hoch, um einen Häuserblock. Hier brannten die Beine schon richtig, obwohl ich mir dank Ergomo die Kräfte optimal einteilte. Anschließend mit fast 60km/h dem Ziel entgegen, da muss man sich auf dem Straßenrad schon richtig klein machen (Zeitfahrer waren nicht erlaubt). Trotz der schweren Beine reichte es dann noch zum 8. Platz. Christian war nur knapp langsamer und kam auf den 13. Rang. Dass die Form für die in 2 Wochen anstehende Handicap-WM stimmt, zeigt Wolfgang Sacher. Er hielt lange Zeit die absolute Bestzeit und wurde nur vom Vorjahressieger geschlagen. Mit über 9s Vorsprung führten wir somit auch die Teamwertung an.
prolog VR-Zollernalbtour
Wir hatten mit dem Wetter noch echtes Glück. Nachdem wir Jedermänner unser Rennen beendet hatten, starteten die Frauen des UCI-Etappenrennens auf der identischen Prologstrecke. Die ersten 20 Starterinnen hatten richtig Pech. In strömenden Regen mussten sie die 4km zurücklegen, während nach und nach dann die Straße wieder abtrocknete.

Am nächsten Tag stand ein mit 40km zwar recht kurzes, aber vom Profil doch recht anspruchsvolles Rennen an. Viermal war ein Anstieg von 155hm zu meistern, wobei die Steigung im unteren Teil über 10% betrug. Die erste Runde wurde relativ ruhig gefahren, ab der 2. Runde versuchte Titelverteidiger Zdenek Peceny mit zahlreichen Attacken vom Feld wegzukommen, was ihm dann in der 3. Runde gelang. Ich hatte heute nicht die Beine um gleich mitzugehen. Mit einem Mitstreiter fuhr er bis zu 25s auf das Hauptfeld heraus, wir hielten das Tempo im Hauptfeld weiterhin hoch und kurz vor dem Ziel hatten wir die Ausreißer fast gestellt. 8s konnten sie ins Ziel retten, Wolfgang gewann den Sprint des Hauptfeldes und sicherte sich den 3. Platz, ich wurde 9. Christian musste leider am Berg reißen lassen, so dass wir heute den Spitzenplatz in der Teamwertung abgeben mussten.

Anschließend konnten wir bei herrlichstem Wetter das Rennen der Frauen auf gleicher Strecke aber mit doppelter Rundenanzahl anschauen. Mit vorlaufender Renndauer zerlegte es auch hier das Feld ziemlich stark. Mit Jacqueline Hahn aus Österreich, die Werner beim Trainingslager auf Mallorca kennengelernt hatte, hatten wir “unsere” Fahrerin, die wir lautstark den Berg hinaufbrüllen konnten. Das hatte sich auch gelohnt, sie gewann das Leader-Trikot der Altersklasse U19. Charlotte Becker von der Equipe Nürnberger gewann als Solistin mit großem Vorsprung das Rennen.

Vor dem abschließenden Rundstreckenrennen lag ich auf Platz 3 der Elite, ich musste nur mit der ersten Gruppe ins Ziel kommen, um mir den Platz auf dem Podium zu sichern. Auf der langen Gegengeraden stand ein heftiger Gegenwind, so dass sich trotz zahlreicher Attacken niemand aus dem Feld lösen konnte. Im Schlusssprint konnte ich ganz vorne mit rein halten, es reichte aber nur zum 5. Platz, meine Platzierung im Gesamtklassement war aber damit gesichert.
Radrennen Albstadt0147

Leider gab es in der letzten Runde einen Sturz direkt vor Chris Leiter und Wolfgang Sacher, die nicht mehr ausweichen konnten und übel stürzten. Wolfgang verletzte sich am Oberschenkel und v.a. am Ellbogen. Da die Wunde recht stark blutete, wurde er ins Krankenhaus gebracht, wo ihm unter Vollnarkose der Ellbogen operiert wurde. Da der Sturz innerhalb der letzten 3000m passierte, wurde er mit der Siegerzeit gewertet, so dass er den Sieg in der Seniorenwertung und den 2. Platz der Gesamtwertung sichern konnte. Jetzt hofft Wolfgang auf einen schnellen Genesungsprozess, um rechtzeitig zur Handicap-WM in 2 Wochen wieder fit zu sein. An dieser Stelle auch nochmal die besten Genesungswünsche, auch an Chris Leiter, den es hoffentlich nicht ganz so schwer erwischt hat.

Fazit: Ein hervorragend organisiertes Rennen, mit den Podiumsplätzen von Wolfgang und mir auch vom Team erfolgreich. Da muss man schon mal den Termin vom nächsten Jahr im Auge behalten...

 

19.08.2009 Zugspitze - Jubiläumsgrat

Schon lange hatte ich eine “Aktion” an der Zugspitze geplant, da ich noch nie auf dem höchsten Berg Deutschland war. Für einen einigermaßen ambitionierten Gelegenheitsbergsteiger ein nicht zu akzeptierender Mißstand.*g

Mit Florian Behrens von Concordia fand ich auch einen konditionsstarken Mitstreiter, den die Tour würde schon an die Reserven gehen. Eigentlich wollte ich es nochmal verschieben, da ich zur Zeit an der Uni recht eingespannt bin und am WE die Zollernalbtour stattfindet und die Form durch eine solch ungewohnte Belastung deutlich in den Keller gehen wird. Da aber bestes Wetter vorausgesagt wurde, entschlossen wir uns, das “Ding” durchzuziehen.

Am Dienstag abend starteten wir um 17:30Uhr in München Richtung Garmisch. Kurz vor 19 Uhr kamen wir am Parkplatz in Hammersbach an und wenig später waren wir schon auf dem Weg, der uns auch durch die spektakuläre Höllentalklamm, die ich schon kannte, führen sollte. Nach nur 1:25h waren wir am heutigen Tagesziel, der Höllentalangerhütte angekommen, wo wir uns noch mit einer Gulaschsuppe stärkten. Auf Grund des Optimal-Bergwetters und der Ferienzeit war die Hütte trotz über 80 Plätzen bis zum letzten Platz besetzt. So gab es eine relativ schlaflose Nacht mit über 50 Leuten in einem Raum, wobei jeder wohl nicht mehr als 50cm Matratze zur Verfügung hatte, penetrante Schnarcher, weinende Kinder und ein über dem Tal kreisender Helikopter taten ihr übriges...

Um 6 Uhr gabs Frühstück, Punkt 6:30 Uhr gings los. Im Eiltempo über Leiter und Brett. Der Höllentalferner war im unteren Bereich recht vereist, so dass wir unsere Grödel anschnallten.
IMGP0743
So war es kein Problem mehr und in wenigen Minuten waren wir am Einstieg des Klettersteiges. Da es bei mir Premiere war, legten wir unsere Klettersteig-Sets an, die ich jedoch kein einziges Mal brauchte, da sich die Schwierigkeiten in Grenzen halten. Ein paar Wenige waren noch vor uns gestartet, bis zum Gipfel hatten wir jedoch alle überholt und dürften wohl die ersten gewesen sein, die am heutigen Tag per pedes den Gipfel erklammen. Kurz vor halb 10 packten wir unsere Brotzeit aus, nicht mal 3h hatten wir von der Höllentalangerhütte gebraucht. Mit dem gestrigen Anstieg addiert ergibt sich eine Aufstiegszeit von 4:15h.
IMGP0748

Um 10 Uhr starteten wir in den Jubiläumsgrad. Unser ehrgeiziges Ziel war es, an einem Tag zu Fuß die Zugspitze zu besteigen und den Jubiläumsgrad zu meistern. Wir kamen super voran. Auf Grund des perfekten Wetters, auch auf dem Grat war kaum ein Windhauch zu spüren, kann man direkt auf dem teilweise nur 50cm breiten Felsrücken gehen, ohne befürchten zu müssen, von der nächste Böe in den bis zu 350m tiefen Abgrund gerissen zu werden. Nach gut 2h erreichten wir die Innere Höllentalspitze, wo wir eine weitere Verpflegungspause einlegten. Noch waren wir körperlich relativ fit und zuversichtlich, so dass wir damit rechneten, die letzte Talfahrt am Osterfelderkopf um 17 Uhr zu erreichen.IMGP0774
IMGP0757

Bald passierten wir die einzige Ausstiegsmöglichkeit runter zur Knorrhütte, trafen auf entgegenkommende Bergsteiger, die teilweise im Grathüttl biwakiert hatten und die unsere Euphorie etwas dämpften: Eine Gruppe Holländer erzählte, sie wären seit 4h von der Biwakstelle aus unterwegs und es wäre noch richtig weit.IMGP0769
IMGP0763

 

 

 

 

 

Im ständigen Auf und Ab geht es richtig langsam und kräftezehrend voran. Am Grathüttl angelangt waren wir beide das erste mal richtig froh, eine kleine Verschnaufpause einlegen zu können.
IMGP0781
IMGP0779

Auf dem rechten Foto ist der bereits zurückgelegte Teil des Jubiläumsgrates zu erkennen. Ganz hinten am Ende des Bergzuges die Zugspitze...

Die äußere Höllentalspitze war dann schnell erreicht. Ob es an der zunehmenden Erschöpfung oder an den tatsächlichen Gegebenheiten lag, kann ich nicht sagen, aber der Abschnitt bis zur Grießkarscharte vor dem abschließenden Aufstieg zur Alpspitze war der mit Abstand physisch anspruchsvollste. Teilweise bis zu 30m annähernd senkrechte Abschnitte mussten erklommen werden, die aber wie ein richtiger Klettersteig mit Seilversicherungen versehen waren, an denen man sich hochziehen konnte.
IMGP0788

Als wir um 16:15 Uhr die Scharte erreichten, war sicher, die Bahn zur Talfahrt würden wir nicht mehr erreichen können. Florian stand schon mal auf der Alpspitze und wollte sich die zusätzlichen 300hm zum Gipfel und anschließend wieder hinunter sparen, die Oberschenkel waren nach knapp 10h schon richtig durch. Ich aber wollte unbedingt auch noch auf die Alpspitze, genau diese Route hatte ich mir in den Kopf gesetzt und da mussten auch die letzten Kraftreserven mobilisiert werden. So entschlossen wir uns, uns zu trennen, Florian nahm den Abstieg über das Matheisenkar runter zur Höllentalangerhütte und wir wollten uns am Parkplatz Hammersbach wieder treffen.

Auf Grund der Hitze gingen auch meine Wasservorräte zur Neige, den im Vergleich zum Rest technisch relativ einfachen Aufstieg zur Alpspitze ging ich schon wie in Trance. Oben angekommen ein Gefühl der Befriedigung, wie ich es nur selten erlebt habe, noch intensiver wie nach langen Radmarathons oder harten Straßenrennen. IMGP0796
IMGP0800

Nur lag ich jetzt nicht neben dem Ziel im Gras sondern stand auf 2628m ü.N.N. und bis zur nächsten Möglichkeit, Wasser aufzufüllen lagen noch 600 Höhenmeter Klettersteig. Aber irgendwie stand ich dann doch irgendwann wieder auf horizontalem Gelände und nach 10 min erreichte ich den Osterfelderkopf, wo ich erstmal 1 Liter Wasser in mich rein kippte und die Flaschen auffüllte. Mit einer Zigarette und einer Halbe Bier in der Hand erzählte der “Alpspitz-Geist”, so zumindest der Aufdruck auf seiner Weste, als wärs das normalste der Welt, dass sie es gestern waren, die im Heli geflogen waren, den wir in der Höllentalangerhütte gehört hatten. Auf der Äußeren Höllentalspitze war ein Bergsteiger abgestürzt. O-Ton: “Es war heuer erstaunlicherweise eh der Erste, sonst haben wir um die Zeit schon 4 oder 5. Den Haupttorso haben wir noch gestern 350m unter dem Grat gefunden, erst mit dem Tageslicht fanden wir die anderen Fetzerl” Krass dacht ich, da stand ich vor 2,5h auch noch oben....

Nun wars einfach nur noch ein richtig zäher Hatscher ins Tal, 1300hm mussten noch abgestiegen werden. Vorbei am Kreuzeck steil runter bis zum Waldeck und dann nach Hammersbach. Um 20:40 endlich am Auto, doch Flo war nicht aufzufinden. Leider hat mein Handy auf Grund des fehlenden Empfangs meinen Akku leergesaugt. Nachdem ich den Akku etwas angewärmt hatte, konnte ich es nochmal für eine Minute anschmeissen und die SMS lesen, dass er gut runter gekommen war und auf dem Weg zum Auto sei. So konnte ich beruhigt abwarten und wenig später kam Flo schon dem Parkplatz entgegen.

Fazit: Eine Brutalo-Tour, die man nicht jedes Wochenende machen muss. Wir waren 14h! unterwegs, davon bestimmt 12h reine Gehzeit und das nicht gerade im Schneckentempo! Der Jubiläumsgrad ist mit das schönste, was ich bis jetzt gemacht habe. Allein die Aussicht nach allen Seiten, der Abwechslungsreichtum, von harten, senkrechten Klettersteigpassagen über Auf-ausgesetzten-50cm-breiten-Grat-Balancieren ist alles geboten. Aber ich kann auch nur bestätigen, was ich schon so oft gelesen hab: “Bis jetzt hat sich noch keiner beschwert, dass er zu kurz sei!”, vor allem, wenn man es so macht wie wir und die Zugspitze am Morgen gleich noch mit macht...

 

Jetzt bin ich gespannt, wie es mir am Wochenende geht, heute, wo ich diesen Bericht schreibe, habe ich einen Muskelkater in den Oberschenkeln, dass ich nur mit Unterstützung der Arme vom Stuhl hochkomme und Gehen nur unter ziemlichen Schmerzen möglich ist. Flo, dir wirds da mindestens ähnlich gehen*ggg Aber das wars wert!!!

 

08.08.2009 BZF Sudelfeld

Im Rahmen der Vereinstour des RC Concordia sollte das zweite BZF für die Vereinsmeisterschaft auf das Sudelfeld stattfinden.
Nach einer kurzen Nacht, da wir am Freitag abend noch an der Isar grillten, gings schon um 7:30Uhr am Perlacher Forst Richtung Holzkirchen, wo die Tour offiziell startete. Die Beteiligung war überragend, mit 24 Fahrer/-innen gings erstmal 45km nach Bayerisch Zell. Für das Bergzeitfahren wählte Tourenwart Erich die ersten 4km der Auffahrt auf das Sudelfeld, wobei hier 300hm zu bewältigen sind, was einer Durchschnittssteigung von 7,5% entspricht. Als 9. startete ich eine Minute vor Philipp und da ich mich vor dem Start nicht allzu gut fühlte, befürchtete ich schon, dass er mich auf der Strecke auffahren könnte. Doch es lief viel besser als erwartet. Im unteren flacheren Teil schonte ich noch etwas meine Kräfte und merkte bald, dass ich fast an die 400 Wattgrenze heranfahren konnte, ohne zu überziehen. Nach und nach konnte ich einige Fahrer überholen und mit einer Fahrzeit von 12:49min kam ich ins Ziel, 40s vor Filippo, der mir somit genau 20s abgenommen hatte. Dank der frühen Startzeit konnten wir noch etliche Fahrer auf den letzten Metern anfeuern und mit den gequälten Gesichtsausdrücken mancher Fahrer mitfühlen*g

Am Ende konnten uns Philipp und ich mit relativ großem Vorsprung Platz 1 und 2 sichern, Florian Behrens sicherte sich den letzten Podestplatz. Zur Ergebnisverkündung und vor allem zur Stärkung für den Rückweg steuerten wir nun das Café Winklstüberl an, wo wir mit Riesen-Tortenstücken und Bergen von Kaiserschmarrn die Beine mit neuem Brennstoff versorgten.

Ziemlich geschafft kamen wir nach 17 Uhr abends und über 180km wieder in München an.

 

02.08.2009 Tirol-West Radmarathon

Da ich heuer unbedingt noch ein richtig hartes Straßenrennen fahren wollte und auch etliche Mitstreiter von den Wolfratshausern die Teilnahme geplant hatten, meldete ich mich kurzfristig für den Radmarathon in Landeck an.

Da Christoph Lösche und ich auf eine Übernachtung verzichten wollten, fuhren wir erst früh morgens an. Dementsprechend müde kamen wir auch um 5:30 am Startort an. Bereits um 2:30 musste ich dazu in München starten, die Nachtruhe reduzierte sich von daher auf 1,5h unruhiges im Bett liegen.

Bereits zur Startnummernausgabe trafen wir auf die restlichen Mitstreiter: Gerd Glatthaar von Concordia und Christian Sacher, Christoph Leiter sowie Tobi Schwarzenberger vom RSC Wolfratshausen. Matthias Dichtl war leider kurzfristig krank geworden, so dass wir in der Teamwertung lange Strecke keinen Ersatzmann mehr hatten, sollte auf der Strecke etwas schief gehen. Wir, Gerd, Tobi und ich rechneten uns dennoch gute Chancen aus, die Teamwertung gewinnen zu können.

Die Strecke sollte über 3 Pässe gehen, Bieler Höhe, Flexenpass und Hahntennjoch.

Zu Beginn merkte ich die schweren Beine richtig, nach und nach kam der Kreislauf aber auf Touren und ich orientierte mich im Feld nach vorne. Nach der Bielerhöhe folgte eine regennasse Abfahrt, auf der ich mich in einer 6 Mann starken Gruppe absetzen konnte. 3 Fahrer waren vorne raus, so dass wir mächtig aufs Tempo drückten und im Belgischen Kreisel mit 45 Sachen dahinjagten. Nach knapp 45 Minuten waren die Fahrer gestellt, so dass erstmals Ruhe einkehrte. Wie recht oft zerrinnt so der mit viel Kraftaufwand herausgefahrene Vorsprung, wenn die Gruppe vorne zusammen ist und keiner mehr das Tempo vor der nächsten Passauffahrt machen will, so dass uns immer mehr Fahrer auffuhren und die Gruppe wieder auf etwa 30 Fahrer anwuchs. Vor der Auffahrt zum Flexenpass fuhr das Auto der Renndirektion vor und erklärte, dass auf Grund hohen Unwetterrisikos der 3. Pass gecancellt wird und alle Teilnehmer die kurze Strecke zu fahren hatten. Um ehrlich zu sein, so betrübt machte mich diese Neuigkeit nicht, da ich auf Grund der schlaflosen Nacht doch schon ziemlich k.o. war. Am Arlbergpass zerfiel wie zu erwarten die Gruppe und ich musste einige Fahrer ziehen lassen. Doch es fand sich in der Abfahrt eine sechs Mann starke Gruppe, die richtig gut harmonierte, wir einige Fahrer aufsammeln konnten und in hohem Tempo dem Ziel entgegen fuhren. Im Zielsprint konnte ich mir dann in einer Fahrzeit von 4:33h den 8. Platz der “Fahrer-Lange Strecke” sichern, Tobi war in der Gruppe vor mir als 5. angekommen. Tobi war den gesamten Alpencup gefahren und verpasste das Podium um wenige Sekunden. Um so ärgerlicher, da er klar stärker als der vor ihm liegende Fahrer war, er aber beim Engadiner 10min an einer roten Ampel verlor. Wäre die komplette Strecke gefahren worden, hätte es sicher trotzdem gereicht...

Leider wurde es auch mit dem Sieg in der Teamwertung nichts. Unser dritter Mann Gerd kam über 45min nach dem Sieger ins Ziel. Ob es an gastrointestinalen Problemen oder taktischem Fehlverhalten lag oder er einfach nur einen schlechten Tag erwischte, an dem´s einfach nicht so lief, konnte noch nicht abschließend geklärt werden*ggg

Umso überraschter waren wir, als wir bei der Siegerehrung als 3.platziertes Team aufgerufen wurden. Somit hat es dennoch zu einem Platz auf dem Podium und einem schönen Pokal gereicht. Merci nochmal an Tobi Schwarzenberger, der unser Concordia-Team mächtig unterstützt hat.

 

02.08 - 06.08.2009 Bergwoche im Zillertal

Gleich nach der Siegerehrung machte ich mich per Zug auf den Weg nach Jenbach, wo mich Robert Stocker abholte. Gemeinsam mit Josef Pöschl wollten wir bis Donnerstag ein wenig wandern und auf einer Selbstversorgerhütte übernachten. Die Hütte war in Hochfügen, was ich bereits aus der Zillertal-Challenge vom letzten Jahr kannte, wo der Schlussanstieg nach Hochfügen hinauf führte.

Wir hatten eine Menge Spaß, konnten einige Berge erklimmen, u.A. den Rastkogel (2762m ü.N.N.) und die Ahornspitze (2973m ü.N.N.). Für den Regentag am Dienstag wurden wir am Mittwoch mehr als entschädigt. An der Ahornspitze stießen wir ab 2600m durch die Wolken, genossen herrlichsten Sonnenschein während die Welt noch in Watte gepackt lag.

Am Donnerstag fuhr ich mit dem Radl wieder nach München. Bei Kaiser-Wetter störte einzig der etwas schwere Rucksack mit den Bergstiefeln etc. etwas den Fahrspaß, da nach 3 oder 4h die Schultern dann doch etwas schmerzen. Die Route führte vorbei am Achensee über Lengries, Bad Tölz und Königsdorf nach München. Noch ein paar Impressionen...

 

.Zillertal1
Zillertal4
Zillertal3
Zillertal2

 

30.07.2009 Wochenendplanung

Da ich vom Wochenende doch noch etwas platt war, ließ ich das EZF der BMW-Radsportgruppe über 60km aus. Denn für kommenden Sonntag habe ich mir nun kurzfristig den “TirolWest”-Radmarathon vorgenommen und auf einer Strecke von 220km und fast 4000hm sollte man doch ausgeruht an den Start gehen.

Ich bin jedoch nicht allein unterwegs, mit Tobias Schwarzenberger, Matthias Dichtl, Christian Sacher und Christoph Lösche von den Wolfratshausern haben wir ein schlagkräftiges Team auf die Beine gestellt, so dass wir uns auch in der Mannschaftswertung eine gute Chance auf einen Podiumsplatz ausrechnen.

Da ich dann bis Donnerstag auf einer Berghütte zum Wandern und Bergsteigen unterwegs bin, gibts das nächste Update wahrscheinlich erst Ende nächster Woche...

26.07.2009 Endlich mal wieder ein intensives Rennwochenende

 

Aber erstmal eine kurze Revue der letzten Wochen:

Nachdem ich beim Zeitfahren am Dienstag nach dem 24h-Rennen richtig gute Beine hatte, dachte ich, die Strapazen auf dem MTB gut weggesteckt zu haben. Aber am Freitag beim Zeitfahren des RC Concordia in Hohendilching ging es mir gar nicht gut und ich verlor auf den flachen 40km nicht nur viel Zeit sondern auch etwas die Lust am Radfahren.

Da ich die darauffolgende Woche eh bei meinen Eltern verbringen wollte, ließ ich das Rad gleich in München stehen und nutzte diese Zeit gleich als kurze Saisonpause, um den Kopf wieder frei zu bekommen. So war mein erstes Rennen nach der Pause das Bergzeitfahren am Hohenpeißenberg. Es lief eigentlich ganz ordentlich, konnte meine angestrebten 340 Watt durchfahren. Erst zum Schluss merkte ich dann die wieder fehlende Rennhärte, so dass ich noch etwas Zeit liegen ließ. Mit dem erreichten 4. Platz war ich doch einigermaßen zufrieden. Philipp Geisert fuhr ein überragendes Rennen und gewann mit über einer Minute Vorsprung auf den Zweiplatzierten überlegen.

Am Dienstag startete ich dann beim BZF der BMW-Radsportgruppe am Humbacher Berg. Leider war auf Grund der unsicheren Wetterlage die Beteiligung sehr gering. So entschloss man sich, die 8 anwesenden Starter statt als Zeitfahren gleich gemeinsam losfahren zu lassen. Ich konnte beide Läufe vor Jupp Hägele und Sebastian Kroll gewinnen.

PZF Elkhofen

Diesen Freitag hatte ich geplant, beim Paarzeitfahren des RSC Elkhofen zu starten. Mit Matthias Grafe fand ich auch gleich einen Mitstreiter. Pünktlich zum Start begann es dann auch richtig heftig zu regnen. Trotzdem machte es richtig Spaß, da man auf der 4km-Runde mit Wende immer die anderen Mannschaften im Blick hatte. Leider reichte es am Ende mit dem 4. Platz nicht ganz aufs Podium, etwas ärgerlich, da es richtig schöne Pokale zu gewinnen gab...

PZF_Elkhofen

Lightweight Uphill

Da ich ab Oktober bei ZF ein 6-monatiges Ingenieurspraktikum absolvieren werde, war ich auf Wohnungssuche in Friedrichshafen. Da passte es optimal, dass Philipp Geisert beim nur 15km entfernten Uphill-Rennen starten wollte. Am Vormittag brachten wir meinen Mietvertrag unter Dach und Fach, bevor es dann auf zum Rennen ging. Zum Start wurde es nochmal recht hektisch, da wir durch Verkehrsstau erst 40min vor dem Start ankamen. Dabei mussten wir im Ziel die Startnummern abholen, die Räder zusammenbauen und dann 20min zum Start fahren. Doch wir schafften es dann doch noch rechtzeitig.

Die Strecke ist für ein BZF relativ flach, auf den 8,3km sind gerade mal 330hm zu bewältigen. Der böige Wind machte aber selbst die Flachstücke relativ schwer. Unterwegs konnte ich einige Fahrer überholen und überzog dabei auch ein wenig, so dass ich auf dem letzten Kilometer schon richtig kämpfen musste und im Ziel ziemlich ausgepumpt war. Der Blick aufs Gesamtergebnis war dann schon etwas ernüchternd, zeigte aber, wie gut das Rennen besetzt war. Insgesamt reichte es nur zum 65.Platz von 608 Teilnehmern. Richard Stockhausen von den Perchtinger bewies einmal mehr sein enormes Talent und belegte mit nur 20s Abstand zu Sieger Andreas Ortner den 4. Platz. Auch Giulio Focardi und Phillip Geisert fuhren ein gutes Rennen und belegten die Plätze 19 und 25.

Rund ums Brückencenter Ansbach

Da Trainingspartner und Studienkollege Basti Kehl beim heutigen Kriterium in Ansbach starten wollte, um sich seine 4. Top-Ten Platzierung zu sichern, machten wir uns heute bereits um 6:15Uhr auf den Weg in den Norden Bayerns. Auch die Vereinskollegen Philipp Geisert und Matthias Grafe waren da, so dass wir 3 Fahrer von Concordia stellen konnten.

Da ich heuer noch keine Platzierung eingefahren hatte, wollte ich mich ganz in den Dienst von Basti und Philipp stellen, bei denen der Aufstieg in die B-Klasse schon in greifbarer Reichweite liegt. Der Kurs war gut zu fahren, eine 4-spurige Straße, durch Grünstreifen getrennt, so dass man immer das gesamte Feld im Blick hatte. Nach 10 Runden löste sich eine Gruppe mit 6 Fahrern, zu denen auch Basti und ich gehörten. Leider konnte ich das angeschlagene Tempo nicht lange mitgehen, so dass ich 2 oder 3 Runden später reißen ließ und mich wieder im Hauptfeld wiederfand, während vorne noch 3 Fahrer draußen waren. Diese fuhren, da das Kampfgericht die Zwischenprämien zeitig ins Hauptfeld verlegte, recht bald ihren Rundengewinn ein, so dass der Kampf um die Punkte und damit um die Plätze 4 bis 10 wieder neu entbrannte. Ich konnte ein paar mal auf der Gegengerade für Sebastian den Sprint anfahren, der dann nach der Kurve durchzog und sich so einige Wertungen sichern konnte. Philipp konnte ebenfalls etliche Punkte einfahren und gewann zudem mit einem Antritt über bestimmt 500m souverän die letzte Wertung und somit weitere 10 Punkte. Für Philipp und Sebastian reichte dies zu den Plätzen 4 und 5 und somit für die 3. bzw. 4. Platzierung. Mit einem Punkt kam ich sogar noch auf den 14. Platz und konnte dank einiger Prämien auch noch etwas Spritgeld einfahren.

Am Dienstag veranstaltet die Radsportgruppe BMW ein EZF über 60km. Falls die Beine bis dahin wieder frisch sind, werde ich das als nächstes in Angriff nehmen...

 

23.06.2009 Sieg beim Cadion-Jedermannzeitfahren

Bereits zwei Tage nach dem 24h Rennen stand schon der nächste Wettkampf an. In Rednitzhembach bei Nürnberg fand gestern die 13. Austragung des renommierten Jedermannzeitfahrens statt. Geplant war zuerst die Teilnahme am Einzelzeitfahren als Warm-Up für das 1h später stattfindende Mannschaftszeitfahren, zu dem wir als Team “Nutridual” mit Christian und Wolfgang Sacher, Werner Müller-Schell und mir gemeldet hatten.

Schon bei der 150km Anfahrt von München goss es wie aus Kübeln, so dass die maximale Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn kaum die 100km/h Grenze überschritt. Zum Glück war das Wetter im Norden deutlich besser, die Straßen waren zwar nass, der Regen hatte jedoch aufgehört.

Uns blieben auf Grund der langsamen Fahrt kaum 20min bis zum Start, doch wir wollten das EZF eh im Schongang fahren, da wir im MZF auf den Sieg spekulierten und die Kräfte etwas sparen wollten. Einzig Wolfgang wollte auch in der Einzelwertung Gas geben, was ihm auch richtig gut gelang. Trotz seines Handicaps, das sich auf der nassen und mit 2 360°-Wenden 2 90° Kurven bestückten 15km Strecke noch stärker auswirkte, fuhr er auf den phantastischen 4. Platz. Ich kam, obwohl ich 20 Watt unter der maximalen Leistung blieb, noch auf den 21. Platz von 118 Teilnehmern. Werner wollte alle Reserven schonen und rollte im EZF auf den 66. Platz.

Nun die andere Startnummer montiert, rein in den “Nutridual”-Anzug und nochmal 20min die Beine locker fahren. Start von der Rampe und schon gehts in mörderischem Tempo los. Die ersten Wechsel klappen problemlos, an der ersten Wende nach 5km hat Christian eine kleine Lücke. Er hatte einen schlechten Tag erwischt und muss reißen lassen. In den engen S-Kurven kommen wir immer etwas aus dem Tritt, doch es läuft immer noch gut, kurz nach der Wende sehen wir unsere härtesten Widersacher, wir hatten ein paar Sekunden auf sie verloren. Also bis zum Schluss nochmal alles geben! Auf dem letzten Kilometer startet Wolfgang nochmal den Turbo und drückt mit über 50km/h vorne weg, so dass wir nach etwas über 20min trotz der nasskühlen Witterung und der extrem bremsenden Wende-Passagen mit einem 44,3er Schnitt über den Zielstrich rauschen. Damit konnten wir uns mit 8s Vorsprung den Sieg sichern! Als Preise gabs zahlreiche Flaschen alkoholfreies Bier sowie einen 100 Euro-Gutschein für Riegel und Energiegels, das hat sich richtig gelohnt!

Hier die Ergebnisse: Einzel - Team

 

21.06.2009 24h MTB-Rennen in München-Olympiapark

In mindestens 8 Teams unterschiedlicher Zusammensetzung waren Concordia-Fahrer erfolgreich am Start.

Doch von Anfang an:

Schon am frühen Morgen waren die ersten Fahrer vor Ort, um die Fahrerlager auf dem Rasen des Olympiastadions aufzuschlagen. Schon im Vorfeld hatten wir es so geplant, dass wir die Lager aller bekannten Fahrer zusammenlegten, so dass die Stimmung während der ganzen 24h prächtig war.

Ich wollte unbedingt den Startfahrer unseres Teams machen. Leider begann es direkt mit dem Startschuss zu regnen, so dass es im Anfangsgewühl richtig eng und gefährlich wurde. So kam es auch, dass ich bereits früh im Rennen stürzte, nachdem sie steile Rampe mit schiebenden Fahrern blockiert war. Zum Glück blieb es aber bei einigen Hautabschürfungen. Später trocknete die Strecke wieder vollständig ab und man konnte richtig Gas geben. Hier gelang mir mit 19:53min auch die schnellste Runde der 24h. Obwohl wir im Team 2 Runden am Stück fuhren, waren von den über 2200 Fahrern nur 37 schneller auf der 10km - Schleife unterwegs.

Das Wetter hielt die ganze Zeit durch, einzig der Tau machte am morgen die Strecke wieder ziemlich weich. Durch die vielen asphaltierten Abschnitte war das aber auch für Rennrad-Fahrer gut machbar. Das übliche Motivationstief von 4 Uhr morgens bis 9 Uhr früh überstanden wir auch alle recht gut, so dass wir dann um kurz vor 13 Uhr die ersehnte Ziellinie überfahren konnten.

Werner konnte als Fahrer in einem Achter-Team den 2. Platz belegen und Wolfgang Hiltscher und Florian Behrens schafften den sensationellen 3. Platz bei den Zweier-Teams. Thomas Marx, Chris Heine, Präsi Christoph und Melanie Pouwels konnten bei den Vierer-Mixed einen super 9. Platz von 55 gestarteten Teams belegen. Ich fuhr im Vierer-Team mit Bernd Reindl, Thomas Kaiser und Fredi Stadler auf einen guten 26. Platz im stark besetzten Feld der 199 Vierer-Teams.

Hier noch das Ergebnis: 4er-Mannschaften, Rundenzeiten “Concordia-Express”

17.06.2009 Bergsteiger-Wochenende

Um etwas Abwechslung in die Radsaison zu bringen, startete ich Donnerstag und Freitag mit Robert Stocker in die Berge.

Zum lockeren Eingehen wanderten wir an Fronleichnam von Partenkirchen zum Schachenhaus. Der Weg führte durch die Partnachklamm, durch das immer noch reichliche Schmelzwasser ein Naturspektakel. Die Partnach hat sich hier über 50m in den Felsen gegraben, wobei man durch die Tunnel in der Schlucht großartige Motive zu sehen bekommt.

Insgesamt kamen wir auf 20km und 1150hm, gerade richtig, um morgen keinen Muskelkater zu haben...

SchachenPartnach

Am Freitag starteten wir auf den Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen. Leider hatten wir vor allem Vormittags mit dem Wetter weniger Glück. Davon ließen wir uns jedoch nicht aufhalten. In nur 80min hatten wir die knapp 900hm zur Blaueishütte zurückgelegt, von da an zeigte sich das rauhe Wetter. Ein eisiger Westwind mit Graupelschauern, Neuschnee und Temperaturen von unter Null ließen den Spaßfaktor teilweise schon etwas sinken. Über 2000m üNN. waren wir dann komplett in den Wolken, die Sichtweite betrug teilweise kaum mehr als 50m. Durch den böigen Wind konnte man nicht direkt auf dem Grat gehen, sondern einen Meter versetzt auf der Westseite, was deutlich mühsamer ging, aber trotzdem super Spaß machte. Anscheinend hat das Gipfelkreuz den Winter nicht überlebt, nur ein kleiner Rest steckte noch in der Verankerung.

Der Abstieg durch das Ofental gestaltete sich schneller als erwartet. Durch den reichlichen Schnee im Winter lag im oberen Teil noch reichlich Altschnee, so dass wir die einige hundert Höhenmeter rutschend oder im Laufschritt durch den Schnee “abfetzen” konnten.

Das Wetter hatte aber auch seine guten Seiten: Bis auf 2 Bergsteiger am Gipfel und ein paar Kletterern an der Blaueishütte gehörte der Berg quasi uns*g...

Hier noch ein paar Impressionen:

DSC00379

DSC00383

DSC00387

IMGP0668

IMGP0672

IMGP0673

IMGP0677

IMGP0678

IMGP0688

IMGP0691

 

 

6. Grand Prix Allgäu in Günzach

Wie bereits letztes Jahr freute ich mich schon die ganze Woche auf das Kriterium in Günzach, da hier pro Runde knapp 10hm zu überwinden sind. Da ich im letzten Jahr den 16. Platz belegen konnte, rechnete ich mir gute Chancen aus, hier die erste Top10 Platzierung der Saison einfahren zu können.

Gleich von Beginn an merkte ich, dass ich heute super Beine hatte. In den Wertungssprints konnte ich fast immer vorne mit reinfahren, doch irgendwie schaffte ich es nicht, unter die ersten Vier zu kommen und es fehlten oft nur wenige Meter in die Punkteränge.

Doch anders als in Schrobenhausen und Altenstadt hatte ich diesmal wenigstens Glück, was Stürze betrifft. Im Sprint um die vorletzte Wertung stürzte bei Tempo 50 ein Fahrer direkt vor mir. In Gedanken sah ich mich schon vom Rad fliegen, zum Glück konnte ich gerade noch abbremsen und ausweichen, leider krachten aber noch etliche Fahrer hinter mir auf die Straße. Kurze Zeit später kam es noch zu einem richtig spektakulären Sturz. In der Kurve nach der Bergauf-Passage fuhr ein Fahrer gerade aus in die mit Matten abgepolsterte Mauer und flog kopfüber in den dahinterliegenden Garten.

Durch die holperige Kopfsteinrinnen muss sich mein hinterer Schnellspanner etwas gelockert haben, so dass ich im Schlusspurt nicht mehr voll reinhalten konnte, da dadurch im Wiegetritt die Kette sprang. Im Endeffekt hat es somit nur zum 17. Platz gereicht, Philipp übersprintete mich, bis dahin ebenfalls punktlos im Zielsprint und kam auf den 15.Rang.

Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden, weniger mit der Platzierung, aber die Beine waren wirklich gut. Ob ich in Massing und Passau starte, wird sich erst kurzfristig entscheiden, da ich eventuell über den Feiertag mit meinem Spetzl Robert in die Berge starten werde.

05.06.2009 EZF Thanning

Heute fand das recht anspruchsvolle EZF Thanning des RC Concordia statt. Auf den nur 12,3km verteilen sich über 170hm, so dass man selten richtig ins Rollen kommt. Obwohl ich seit der Bayerischen EZF Anfang Mai nicht mehr auf dem Zeitfahrer saß, fühlte ich mich recht gut, ging jedoch etwas zu schnell an und musste gegen Ende schon recht kämpfen. Diesmal reichte es für Philipp Geisert, ich brauchte für die Strecke genau eine Sekunde länger. Echt verrückt, wie knapp das zwischen uns jetzt ist, beim ersten mal betrug der Unterschied auch nur 3 Sekunden. Mit meiner Leistung bin ich ganz zufrieden, im Schnitt fuhr ich 340 Watt. Hier das Ergebnis...

02.06.2009 Doppelsieg am Kesselberg

Wie bereits letzte Woche beim Bergtraining in Südtirol besprochen, wollten Werner und ich das heutige Bergzeitfahren der BMW-Radsportgruppe nutzen, um zu testen, ob die vielen Höhenmeter was gebracht hatten.

Mit Christian Sacher und Chris Leiter waren wieder alte Bekannte mit am Start. Auch etliche bekannte Handicap-Sportler waren am Start, sie fuhren in diesem Rennen um den Titel des Bayerischen Bergmeisters in ihren Klassen.

Fühlte ich mich seit dem Wochenende eh nicht so frisch, fing es beim Warmfahren auch noch an zu Regnen, so dass wir bereits völlig durchnässt an den Start gehen mussten. Zwar hörte der Regen pünktlich zum Rennbeginn auf, der nasse Belag und vor allem der böhige Gegenwind machten richtig gute Zeiten aber unmöglich. Da ich immer noch mit dem Bianchi unterwegs bin und ich noch keinen Tacho montiert habe, konnte ich mir das Rennen nur nach dem Bauchgefühl einteilen, da ich auch den Berg bis auf das eine Mal Warmfahren nicht kannte.

Schon nach kurzer Zeit konnte ich den vor mir gestarteten Fahrer überholen und versuchte, einen runden Rythmus zu finden, was mir aber auf Grund des Windes nicht gelang und ich sehr oft zwischen Wiegetritt und Sitzen wechselte. Auf den letzten flachen 200m musste ich wieder feststellen, dass eine Kompaktkurbel wirklich nur für den Hochalpinen Einsatz sinnvoll ist. Ein Schalten auf die Scheibe wollte ich vermeiden, die 34 Zähne reichen aber im Zielsprint bei weitem nicht aus...

Im Ziel schaute ich mir noch die Zieleinläufe der restlichen Fahrer an. Werner, der 3min hinter mir gestartet war, machte einen hervorragenden Eindruck, er hatte bereits 2 Fahrer aufgefahren. Am Ende blieben mir nur 2 Sekunden Vorsprung.

Mich freut es riesig, dass wir einen Concordia-Doppelsieg landen konnten (und das mit Riesen-Vorsprung _ hier das Ergebnis), sich unser Bergtraining bezahlt gemacht hat und Werner nach seiner langen Verletzungspause schon wieder richtig gut drauf ist...

29.05.2009 3-Tagestrip nach Südtirol - Test eines Premiumrades

Da Werner einen Auftrag für einen Bericht über das Eisacktal erhielt und auch ein nagelneues Bianchi “Infinito” noch ausgiebig getestet werden musste, machten wir uns Mittwoch morgen auf den Weg nach Brixen.

In den 3 Tagen mussten wir möglichst viele gute Motive für Bilder finden und die Region auf “Rennradl-Tauglichkeit” überprüfen. Vor allem am Donnerstag waren wir dazu über 10h unterwegs und kamen trotz der vielen Foto-Pausen noch auf 150 Radkilometer, gespickt mit 4090hm. Diese führten uns unter anderem über das Sella- & Pordoijoch, den Passo Campolongo und das Würzjoch.
DSC_9428_small

Heute nahmen wir uns unter anderem noch den Jaufenpass vor. Hier starteten wir in Sterzing und ich wollte, da es der letzte Pass sein sollte, nochmal ein wenig Gas geben. In nur 56min hatten Werner und ich die 1180hm hinter uns gebracht und nach 15 kalten Minuten (zwecks Fotos in kurz/kurz trotz frischem Wind auf 2000mü.M.) ging es auch schon wieder hinab zum Auto.
DSC_9507_small

Mit dem Rad, auf dem ich nun schon einige hundert Kilometer und etliche tausend Höhenmeter zurückgelegt habe, bin ich hochzufrieden. Dieses Modell gibt es bis jetzt erst in einigen wenigen Shops zu kaufen und ist ein Velo der Extraklasse. Mit Chorus 11s und Fulcrum Racing Zero bestückt ist das Edelstück für 4990 Euro käuflich zu erwerben. Ein Heidenspaß, mit Material am unteren Ende des UCI-Gewichtsreglements die Pässe hochzuballern*ggg. Natürlich haben wir für alle möglichen Einsatzzwecke getestet;-)
DSC_9466_small
DSC_9456_small

 

24.05.2009 Team Baier/Corratec Radsportfestival Buch am Erlbach

Bereits am Donnerstag startete ich beim Rundstreckenrennen in Altenstadt, hatte aber noch mehr Pech als in Schrobenhausen. Nach 2!! Kilometern bereits der erste Sturz im Feld und natürlich wieder genau vor mir. Diesmal konnte ich zwar den direkten Kontakt mit dem Asphalt verhindern, doch bis ich das Radl aus dem Gewühle befreit und es wieder fahrbereit hatte, war das Feld natürlich weg.

Mit einem ebenfalls vom Sturz betroffenen Fahrer vom Team Laura machte ich mich an die Verfolgung des Hauptfeldes, doch zu zweit war da nichts zu machen, so dass wir auf Grund der drohenden Überrundung nach 30km mit einem 41er Schnitt das Rennen beendeten.

 

Umso motivierter ging ich heute an den Start des schweren Straßenrennens in Buch am Erlbach über 142km und über 2150hm. Im Vergleich zum Vorjahr waren relativ wenig Starter anwesend, die Hitze und der harte Kurs scheint viele abgeschreckt zu haben. Mit 4min Vorsprung auf die KTAB gingen circa 35 C-Fahrer ins Rennen. Da unser Feld relativ klein war, holten uns die Elitefahrer bereits nach 5 oder 6 Runden ein. Die Hitze machte mir zu schaffen und mein Kopf schmerzte zunehmend. So musste ich mit etlichen anderen Fahrern einmal kurz Reißen lassen, die Gruppe harmonierte aber recht gut und nach nicht mal zwei Runden hatten wir den Anschluss an das Hauptfeld geschafft, das inzwischen sehr geschrumpft war. 11 Fahrer waren vorne rausgefahren und ziemlich viele mussten bereits die Segel streichen. Von nun an war das Tempo gleichmäßiger, bis eine Gruppe am Berg ging, zu der auch Filippo gehörte. Auf Grund von Krämpfen konnte er diese leider nicht bis zum Ende halten und fiel wieder ins Feld zurück. Nicht weiter schlimm, denn wenig später hatten wir auch diese Gruppe wieder gestellt.

Da der RC Concordia eine Vereinstour zum Rennen unternahm, und wir so eine ganze Fan-Armada am Streckenrand zur Unterstützung hatten, waren wir bestens versorgt und die Anfeuerungen ließen den Schmerz oft wieder vergessen. Danke nochmal für Eure großartige Unterstützung!

Zum Schluss fühlte ich mich noch relativ gut, als es auf die letzte Runde ging, wussten wir, dass nur 19 Fahrer vor uns lagen. Leider musste ich am ersten Berg zwecks Krämpfen eine kleinere Gruppe ziehen lassen und probierte mein Heil in der Flucht vor dem Rest des Feldes. Zusammen mit zwei Fahrern vom Team Herbalife konnten wir uns absetzten. Im Zielsprint fehlte nur eine Reifenbreite, so wurde es der 30. Platz, der letzte für den es noch Preisgeld gab;)

Ich bin mit dem Ausgang des Rennens hochzufrieden. Das zeigte mir auch wieder, dass man mit den A/Blern teilweise auf Augenhöhe mitfahren kann. Jetzt werde ich mit Werner von Mittwoch bis Freitag nach Südtirol fahren, um Fotos zu machen und Pässe zu fahren. Das wird ein Heidenspaß. Sollte das Wetter mitspielen, haben wir auch noch die Besteigung des Hochkalter in Berchtesgaden am Samstag geplant. Ob ich dann am Montag in Wartenberg starte oder erst wieder eine Woche später, werd ich dann spontan entscheiden...

 

17.05.2009 Preis der Stadtsparkasse Schrobenhausen

Nachdem es am Freitag recht gut lief, rechnete ich mir für das heutige Rennen doch recht gute Chancen aus, um eine vordere Platzierung mitfahren zu können. Auf dem recht schnellen, da flachen Kurs hielt ich mich immer unter den ersten 30 Fahrern auf, um möglichen Stürzen im Feld möglichst aus dem Weg zu gehen. Leider kam es dann doch anders: In der letzten Runde, keine 2km vor dem Ziel stürzten direkt vor mir etliche Fahrer, so dass mir keine Möglichkeit blieb, noch auszuweichen und ich mitten rein krachte. Auch Christoph Lösche erwischte es, sehr ärgerlich, da wir gut positioniert waren und uns schon die richtigen Hinterräder für den Massensprint gesucht hatten.

Zum Glück blieb es bei relativ harmlosen Verletzungen, ich kam mit einem blutigem Knie und einem hoffentlich nur geprelltem Daumen davon, leider ist mein Sattel bei der Aktion gebrochen... aber als ich dann im Radio von dem tödlichen Unfall beim Wittelsbacher Radmarathon gehört hab, wurde mir wieder bewusst, dass mein Sturz im Vergleich dazu nicht der Rede wert war und der Ärger darüber verflog schnell...

Es gibt aber auch positives zu berichten. Studienkollege Sebastian vom RSG Olympiapark konnte eine Platzierung einfahren. Werner schlug sich nach langer verletzungsbedingter Lizenz-Rennpause bravorös und probierte in der letzten Runde sogar einen Ausreißversuch.

15.05.2009 ESF Harmating

Am gestrigen Freitag fand das erste Straßenrennen für die Vereinsmeisterschaft des RCC 86 auf dem bewährten und seit letztem Jahr auch auf der schlaglochübersähten Abfahrt neu asphaltierten 6km Rundkurs statt.

Auf Grund des unsicheren Wetters, es waren schwere Unwetter für den späten Abend angekündigt, waren in der Amateurklasse leider nur 7 Fahrer am Start. So kam es auch, dass uns das etwa 15 Fahrer umfassende Feld der Senioren, das eine Minute nach uns startete, bereits nach einer Runde auffuhr und das Fahrerfeld größer wurde.

Mit Werner hatte ich schon bereits vor dem Start abgesprochen, dass wir relativ früh einen Ausreißversuch starten wollen. So fuhren wir auch bereits in der zweiten von acht Runden weg, konnten aber, da das Feld das Tempo hochhielt, nicht mehr als 30s wegkommen und nach einer Runde waren wir wieder gestellt. Auch Michael Geisenberger versuchte einen Soloritt, kam aber auf Grund des doch merklichen Gegenwindes auf der langen Gerade nach Feldkirchen nicht weg. Das Tempo ließ nun merklich nach, so dass wir uns nach einer kurzen Zeit wieder erholt hatten. Leider fuhr sich Werner einen Plattfuß ein, musste 1km zum Start laufen und konnte nach Rücksprache mit der Rennaufsicht mit einer Runde Vergütung und neuem Hinterrad wieder einsteigen. So tat sich bis zur sechsten Runde nicht viel, hier beendeten die Senioren ihr Rennen im Sprint aus dem geschlossenen Feld und wir Amateure waren wieder auf uns gestellt.

Philipp Geisert zog in der vorletzten Runde am Berg durch und Florian Behrens ging mit. Da ich darauf spekulierte, dass wir in der größeren Gruppe die Kräfte besser schonen können, hielt ich Werner zurück, der das Loch gleich zufahren wollte. Statt dessen konnten wir uns in der Führung abwechseln und Werner, der auf Grund seiner “gesparten Runde” nicht um die ersten Plätze mitfahren wollte, fuhr mich bis auf 150m an die Spitze heran, so dass ich gleich in den Anstieg fahren konnte. Da weder Filippo noch ich die Führung durchzogen, wurden wir wieder aufgefahren. 350m vor dem Ziel in der letzten Kurve zog ich durch und konnte die 20m Vorsprung bis zum Zielstrich halten. Philipp wurde zweiter, Matthias Grafe konnte sich den letzten Platz auf dem Podium sichern.

Wir nutzen die Gelegenheit auch gleich noch, um ein Mannschaftsfoto mit den neuen Trikots zu machen:

rcconcordia_small1

Jetzt werde ich heute nur eine Stunde locker rollen, denn morgen steht das Straßenrennen in Schrobenhausen an. Das offizielle Ergebnis gibts hier!

 

04.05.2009 Bayerische Meisterschaften EZF & Einer-Straße

Mit Sacher Wolfgang, Sacher Christian und Werner fuhr ich dieses Wochenende ins mittelfränkische Herrieden zur BM. Da Christian in der Hobbyklasse an den Start ging, waren wir auf Grund des früheren Starts schon sehr früh da und hatten genügend Zeit für eine gründliche Vorbereitung einschließlich Strecke abfahren, Material testen, warmfahren etc. Die sollte auch noch nötig sein. Nach dem Ausladen des Rades und einem kurzen Bremscheck nach Einbauen der Laufräder riss mir das vordere Bremsseil genau beim Endnippel ab, wahrscheinlich ein Herstellerfehler, da ich damit noch bestimmt keine 1000km gefahren bin. Doch zum Glück hatte Chris Leiter einen Bremszug dabei, so dass dieses Problem dann innerhalb weniger Minuten behoben werden konnte. Vielen Dank an dieser Stelle, ich werd mich schon irgendwann mal wieder revanchieren können...!

Genau zum Start ging dann ein Schauer nieder, begleitet von Windböen, die es schwer machten, das Rad überhaupt einigermaßen auf der Spur zu halten. Natürlich verlor man in den nassen Kurven und auf der nun extrem rutschigen Kopfsteinpflasterpassage bei Start/Ziel enorm viel Zeit. Ich konnte trotzdem den vor mir gestarteten Fahrer überholen, wurde dann aber in Runde 2 gleich von zwei Startern überholt, unter Ihnen Wolfgang Sacher, der trotz seines Handicaps, dass sich bei diesen widrigen Bedingungen natürlich noch mehr niederschlug, eine phantastische Zeit fuhr und am Ende den 19. Platz im Feld der KT-ABC-Elite belegen konnte.

Kurz nach der Zieleinfahrt zeigte sich schon wieder die Sonne, die Strecke trocknete rasch ab und der Wind ebbte völlig ab. Die Fahrer, die sich nun auf der Strecke befanden, hatten nun weitaus bessere Bedingungen, aber Radsport findet nunmal draußen statt. Ich konnte über die 26,6km im Schnitt 317 Watt und 42,45km/h fahren, womit ich durchaus zufrieden bin. Dies reichte dann zum 34. Platz von 59 Teilnehmern.

Vereinskollege Wolfgang Schober erreichte im stark besetzten Teilnehmerfeld einen hervorragenden 14. Platz. Die Ergebnisse gibts hier.

Mit Spetzl und Trainingspartner Werner Müller-Schell, seit einiger Zeit wieder ambitioniert auf dem Rennrad unterwegs, habe ich für diese Saison eine Wette laufen, ob er sich bei einem Rennen vor mir platzieren kann. Er lag gut im Rennen, doch leider lockerte sich auf Grund eines technischen Defektes sein Auflieger und er stürzte mit Tempo 40 auf der Kopfsteinpflasterpassage bei der ersten Durchfahrt Start-Ziel. Zum Glück blieben schwerere Verletzungen aus, mit etlichen Schürfwunden und Schleudertrauma wird er aber erstmal ein paar Tage pausieren müssen. Gute Besserung!!!

 

Am Sonntag stand das Straßenrennen an. Als erstes war Christian Sacher im Hobbyrennen an der Reihe. Anders als gestern beim Zeitfahren, als er den unglücklichen 4. Platz belegte, konnte er sich als Dritter einen Platz auf dem Podium sichern.

Danach startete das Straßenrennen der Elite über 112km, die über einen anspruchsvollen Rundkurs von 14km Länge gingen. Ich hatte mir während der Woche eine leichte Erkältung eingefangen und nach dem Zeitfahren machte sie sich wieder bemerkbar. Die Beine waren nur mittelprächtig und auch der ganze Rest wollte nicht so recht. In Runde vier von acht, das Hauptfeld hatte sich von anfänglich 130 Fahrern bereits auf etwa 60 reduziert, bemerkte Giulio dass er einen Plattfuß hatte. Ich hatte in Gedanken, obwohl ich mich noch recht gut im Feld positionieren konnte, das Rennen eh schon aufgegeben, da ich mich irgendwie nicht wohl fühlte und so entschloss ich mich, ihm mein Hinterrad zu geben. Das Tempo im Feld war aber unglücklicherweise gerade recht hoch, so dass er nicht mehr aufschließen konnte und ebenfalls aussteigen musste.

Als ich gerade wieder aufsteigen wollte, um gemütlich zu Start/Ziel zu rollen, kam Wolfgang Sacher mit einer kleinen Gruppe angefahren. Ich gab ihm den Rest meiner Trinkflasche und zog die Gruppe noch bis zum Anstieg nach Herrieden, wo ich gerade noch ankam, bevor die restliche Luft aus dem Reifen gewichen war. So verfolgten wir als Zuschauer den Rest des Rennens. Das Feld verkleinerte sich bis zum Schluss auf nur mehr 39 Fahrer, unter den abgehängten beendeten auch Christoph Lösche und Wolfgang Sacher noch das Rennen in der vollen Distanz.
kolbeck

Da ich mit nur ein paar hundert Radkilometern in die Rennsaison eingestiegen bin, werd ich das Rennen in Rosenheim am Sonntag auslassen. Mir fehlt einfach noch die Substanz, um jede Woche ein bis zwei Rennen wegzustecken. Statt dessen werd ich diese Woche nochmal etliche ruhigere Kilometer schrubben und dann am 15.05. in Harmating bei der RC Concordia Vereinsmeisterschaft wieder mit intensiven Einheiten starten.

Hier noch das Ergebnis vom Straßenrennen

 

28.04.2009

So, nun gibts auch die Streckenprofile von den letzten Rennen.

Nach den 3 Wettkämpfen war ich gestern doch ziemlich platt und gönnte mir einen Ruhetag. Heute bin ich mit einer lockeren 2h Rekom-Einheit wieder ins Training gestartet. Da am Samstag die Bayerische Meisterschaft im Einzelzeitfahren ansteht und ich bis jetzt inklusive dem EZF vom Freitag erst dreimal auf dem Zeitfahrer gesessen bin, werd ich morgen und am Donnerstag noch ein paar Einheitem auf der Zeitfahrmaschine absolvieren, um die Sitzposition noch besser zu gewöhnen. Laut Starterliste sind über 80 Fahrer gemeldet, ich bin schon gespannt auf den direkten Zeitenvergleich mit den Top-Fahrern...

Übrigens: Vereinskollege Wolfgang Schober wurde am Sonntag in Backnang Deutscher Meister im Duathlon (Altersklasse M35). Gratuliere!

26.04.2009 Ein aufsteigender 3er-Block wie aus dem Lehrbuch *g

Hinter mir liegt ein doch recht hartes Rennwochenende mit 3 Rennen. Deshalb vorerst auch nur die wichtigsten Infos, ausführlicherer Bericht und die Streckenprofile zum Rennen folgen noch:

Am Freitag fand das erste Vereinszeitfahren statt, das ich knapp vor Philipp Geisert gewinnen konnte. Hier gibts das Ergebnis.

Am Samstag beim Frühjahrsstraßenpreis in Cadolzburg hatte ich Pech und wurde in einen von zahlreichen Massenstürzen verwickelt. Vor mir stürzten ein paar Fahrer, ich konnte gerade noch bremsen, doch von hinten donnerte noch ein Fahrer in mein Rad. Dadurch verlor ich über eine Minute bis ich mit schmerzendem Schienbein wieder auf dem Radl saß. Das Feld war natürlich enteilt, aber erst in der Gruppe, dann zu zweit versuchten wir die doch riesige Lücke zu schließen, was uns nicht gelang. So fuhr ich das Rennen um Rennkilometer zu sammeln hinter dem Feld zu Ende. Der Rückstand betrug zum Schluss um die 5min.

Beim heutigen schweren Rennen in Karbach hatte ich wirklich sehr gute Beine und konnte ohne Probleme im vorderen Teil des Feldes mitfahren. Auf der langen flachen Anfahrt zum Ziel wurde es auf Grund des riesigen Fahrerfeldes doch wieder sehr eng, so dass auch sehr viel Glück dazu gehört, die richtige Lücke zu finden. Am Ende kam ich um Platz 30 ins Ziel.

Insgesamt bin ich doch recht zufrieden mit dem Wochenende und merke jetzt langsam, dass die Form doch noch kommt.

22.04.2009

Vor dem Zeifahren am Freitag: Streckenprofil Forstenried - MIS online

 

19.04.2009 Allgäuer Straßenpreis - Wie Flasche leer

Nach dem Regenwetter auf der gestrigen Vereinstour war heute zum Rennen wieder Sonnenschein angesagt. Mit Gerd Glatthaar, der heute sein erstes Lizenzrennen bestreiten sollte, machte ich mich per DB auf nach Schweinlang zum Straßenrennen.

Leider hatte ich einen Schleicher im Hinterrad und konnte erst nach ewiger “Rumfragerei” ein Ersatzlaufrad von Vereinskollegen Schober Wolfgang auftreiben. Da wir schon sehr früh da waren, konnten wir das Frauenrennen verfolgen, das Claudia Häußler wie schon im Vorjahr überlegen gewann. Als dann unser Rennen gestartet war und nach einer Runde erstmals der Zielberg zu bewältigen war, merkte ich bereits, dass heute die Beine nicht sehr gut waren. Doch noch ahnte ich nicht, dass heute gar nichts gehen sollte. Nach 3 Runden wartete Wolfgang Schober oben am Berg auf mich und fuhr mich in einem Höllentempo wieder ganz vorne in die Spitzengruppe. Doch schon im nächsten Anstieg musste ich schon wieder reißen lassen, so schlechte Beine hatte ich schon lange nicht mehr. Wahrscheinlich lag es an der doch eher bescheidenen Vorbereitung. Nachdem ich mit dem Rennen im Olympiapark vorige Woche die letzten Radkilometer absolviert hatte und ich arbeitsbedingt keinen einzigen Kilometer fahren konnte, merkte ich gestern bei der Vereinstour die lange Pause deutlich. Ich dachte, mit einer harten Einheit, die sich aus den vielen Berg- und Ortsschildsprints während der Ausfahrt ergab, gibt sich das wieder. Doch diese Kombination erwies sich als katastrophal.

In den folgenden Runden konnte ich die vorderste Gruppe öfters wieder auffahren, bis ich dann später sogar die folgende Gruppe nicht mehr halten konnte und alleine rumfuhr. Ich wollte 2 Runden vor Schluss schon aufhören, doch Christoph Lösche, der auch nicht seinen besten Tag erwischt hatte und gerade angefahren kam, ermunterte mich, gemeinsam mit ihm das Rennen zu Ende zu fahren.

In der Zwischenzeit fuhr Giulio Focardi vom befreundeten Magnesium-Pur Team, ein hervorragendes Rennen und konnte mit dem 5. Platz die erste Platzierung dieser Saison einfahren. Wolfgang Schober komplettierte als 21. das gute Abschneiden. Im KT-A/B Feld behauptete sich Richard Stockhausen, durch seinen Sieg in Zusmarshausen aufgestiegen, hervorragend und konnte das äußerst selektive Rennen richtig weit vorne beenden.

Auch wenn die Premiere mit dem neuen richtig schicken Vereinstrikot (besseres Foto folgt noch*g) für mich wenig erfolgreich verlief, hat es doch richtig Spaß gemacht und nächstes WE bieten sich mit gleich 3 Rennen wieder super Möglichkeiten, weitere Rennkilometer zu sammeln.
trikot_neu

11. Großer Radlbauer Preis (Olympiapark München)

Heute stand quasi ein Heimrennen auf dem Programm, mit dem Rad in 20min am Start, das geht sonst nie. Auch das Wetter war hervorragend, so dass sich auch etliche Zuschauer einfanden, obwohl man in einer Millionenstadt auch durchaus mehr Zuspruch erwarten könnte. Den Bayern-Millionären wird trotz des Grottenkicks den sie in letzter Zeit bieten (und das sag ich als Bayernfan*g) die Tür eingerannt...

Schon bei der Startnummernausgabe traf ich die ersten Bekannten, Christian Sacher bestätigte die Gerüchte um seine gute Form und holte beim Hobbyrennen den 3. Platz und war gerade dabei, sich seine Sachpreise abzuholen. Auch Mandy, Erich, Werner, Florian, Sebastian und Gerd (sorry, wenn ich jetzt den einen oder anderen vergessen hab) hatten sich zur moralischen Unterstützung schon am Streckenrand postiert.

Über 110 Starter waren gemeldet und wie zu erwarten war, wurde gleich in einem Höllen-Tempo losgebolzt, so dass Filippo und ich uns bereits nach 3 Runden in einer kleinen abgesprengten Gruppe wiederfanden. Wir konnten allerdings den Anschluss zum Hauptfeld wieder herstellen, als das Tempo etwas rausgenommen wurde. In der 9. Runde von 40 musste ich am Berg eine kleine Lücke reißen lassen und konnte sie nicht mehr schließen, so dass ich in der 10. Runde das Rennen beendete.
090411_01

Philipp erholte sich wieder recht schnell im Hauptfeld und machte weiterhin einen sehr starken Eindruck. 3 Fahrer, unter ihnen der spätere Sieger Willi Herbst vom Herbalife-Team, konnten das Hauptfeld einholen, so dass es zu einer etwas kuriosen Situation kam. Bis auf die 3 beendeten alle Fahrer das Rennen 2 Runden früher, so dass der Sieg unter “realen” Bedingungen ausgefahren werden konnte. Hier konnte Philipp einen sehr starken 20. Platz belegen und viele bekannte A- und B-Fahrer hinter sich lassen. Von den über 110 gestarteten Fahrern erreichten etwa 40 das Ziel.

Als nächstes steht der 4. Allgäuer Straßenpreis, ein 93km Straßenrennen mit Start und Ziel am Berg. Letztes Jahr im September konnte ich hier den 13. Platz belegen, vielleicht geht ja diesmal noch ein bissl mehr...

08.04.2009 Erweiterung

Seit heute gibts als kleinen Service die Streckenprofile von einigen interessanten Rennen. Da ich die Auswahl erst nach und nach erweitern will, ist die Anzahl anfangs leider sehr gering, das wird aber noch*g...

05.04.2009 Straßenrennen Aichach

Nach langer Zeit wieder ein Lebenszeichen auf meiner HP.

Eigentlich war ich nach der LakeGardaTour recht zuversichtlich, nun recht schnell in Form zu kommen, doch eine Erkältung und das wirklich miese Wetter mit 4° und Dauerregen setzten mich fast 1,5 Wochen außer Gefecht. Das einzig Gute: Mir blieb dadurch Zusmarshausen erspart, die Bedingungen waren ja so schlecht wie selten. Erst mit dem nun doch kommenden Frühling läuft es bei mir wieder richtig rund.

Die Woche war zwar ziemlich stressig, von 8:30 - 17:30 Uhr an der Uni, 18:20 Uhr daheim, 10min später saß ich auf dem Rad. So kamen zwar nicht so viele Kilometer zusammen, aber ich nutzte jeden Tag noch 1,5h bis zur vollkommenen Dunkelheit für Sprints und Intervalle, so dass ich mit der ersten richtigen Rad-Trainingswoche durchaus zufrieden bin.

Heute stand der Aichacher Frühjahrspreis auf dem Programm, ein Straßenrennen auf einem schönen, aber wenig selektiven Kurs. Werner hatte für mich eine Mitfahrgelegenheit bei Wolfgang Sacher organisiert, er gewann in Peking einen kompletten Medailliensatz Gold, Silber, Bronze und ich freute mich schon sehr, den Paralympic-Sieger kennenzulernen, den ich bis jetzt nur vom Sehen kannte. Auch er fuhr sein erstes Rennen der Saison und wollte nun seine Form zum ersten Mal im Rennen der Senioren testen.

Zu fahren waren 10 Runden á 7km mit insgesamt gut 700 Höhenmetern. Auf Grund des schönen Wetters standen über 200 Fahrer am Start des C-Klasse Rennens, entsprechend hart wurde um die Plätze im Feld gekämpft. Ich hatte zu keiner Zeit konditionelle Probleme, das einzig schwierige war, sich im ersten Teil des Feldes zu behaupten.
Aichach1

Für Attacken reichte meine Form noch nicht, das war mir aber schon vorher klar. In der zweiten Runde kam Christian Leiter zu Sturz und landete mit einem spektakulären Salto im Acker, aber er blieb zum Glück unverletzt. In der letzten Runde kam ich nicht mehr weit genug nach vorne und konnte nur den 34. Platz belegen. Die Beine waren aber recht gut und so bin ich recht zuversichtlich für die nächsten Rennen.

 

15.03.2009 Lake Garda Tour

Das Krafttraining im Fitnesstudio, die MTB-Einheiten im Schneetreiben und die Bergintervalle am Schäftlarner bei 4°C und Graupelschauern, heute sollte sich erstmals zeigen, ob das Training im Winter was gebracht hat, denn es stand das erste Rennen der noch jungen Saison an.

Dazu trafen wir uns vom RC Concordia bereits samstags früh beim Prasi, um gemeinsam in einem gemieteten Sprinter gen Süden zu düsen und das nasskalte Wetter erstmal hinter uns zu lassen. Eigentlich hatten wir geplant, noch eine etwas ausgedehntere Ausfahrt am Nachmittag zu unternehmen, doch bis wir im Hotel eincheckten, jeder sein Rad startbereit hatte und wir dann nach etlichem Warten an der Ausgabe unsere Startnummern hatten, blieb nur mehr wenig Zeit, die wir dazu nutzten, einen kleinen Anstieg hochzujagen, um die Beine für den kommenden Tag schon mal einzustimmen...

Obwohl es dann doch etwas länger wurde und der Vino Rosso, (der Bardolino aus der gleichnamigen Ortschaft, die Start und Ziel des Rennens war, ist ja einer der bekanntesten Weine überhaupt) ja auch getestet werden musste, fiel das frühe Aufstehen um kurz vor 7Uhr richtig leicht, draußen schien schon die Sonne, beste Bedingungen also für das erste Rennen.

Die ca. 800 Starter waren in Blöcke nach Startummern eingeteilt, so dass wir uns erstmals im Mittelfeld des riesigen Pulks wiederfanden. Die Strecke, einmal rund um den Gardasee mit einer Länge von 164km und insgesamt 1100hm, war jedoch bis auf den Schlussanstieg kurz vor dem Ziel relativ flach, so dass genug Zeit blieb, sich im Feld zu positionieren.

Gardasee34

Durch die von der Rennorganisation angehaltenen Autos auf der Gegenspur, diversen Baustellen und unzählige Kreisverkehre war es natürlich sehr unruhig im Feld und es kam zu zahlreichen Stürzen, worin aber zum Glück niemand der mir bekannten Fahrer verwickelt war. Ich merkte schon bald, dass die Beine die harten Antritte noch nicht gewohnt waren und als es dann nach 145km in den 270hm-Schlussanstieg ging, konnte ich gerade so das Tempo mitgehen, etwa an Position 30 war ich unten reingefahren. Die anschließenden kleineren Wellen raubten mir die letzten Körner aus den Oberschenkeln und ich merkte die ersten leichten Krämpfe in den Oberschenkeln. Im Finale durch die verwinkelten Gassen Bardolinos konnte ich nichts mehr zusetzen und kam schließlich als 49. mit einem Rückstand von 2:30min auf den Sieger ins Ziel, Trainingspartner und Vereinskollege Phillip Geisert konnte den Schlussanstieg schon deutlich besser wegstecken und sprintete als 22. mit nur 35s Rückstand auf Andrea Ballan, dem Tagessieger und Bruder der Straßenweltmeisters Alessandro Ballan, über die Ziellinie.

Wie typisch für alle italienischen Radveranstaltungen fehlte es im Anschluss nicht an Möglichkeiten, sich den kulinarischen Vergnügungen zu widmen, so dass die Zeit bis zur Siegerehrung recht schnell verging. Uns wurde nämlich mitgeteilt, dass es eine separate Wertung für Nicht-Italiener geben sollte. Diese Wertung konnte Phillip Geisert für sich entscheiden, ich konnte immerhin noch den 3. Platz ergattern, so dass sich bei unserem erstem Rennen der Saison bereits 2 Concordia-Fahrer auf dem Podest platzieren konnten.

Gardasee67

Das Fazit ist ausschließlich positiv, die Veranstaltung war super organisiert, wir waren eine Riesengruppe vom Verein und hatten viel Spaß. Auch sportlich bin ich zufrieden, trotz der durchwachsenen Vorbereitung im Januar und Februar und der erst wenigen hundert Trainingskilometer läuft es langsam wieder richtig gut und wenn jetzt noch ein paar weitere harte Trainingseinheiten und Rennen folgen, sollte ein weiterer Leistungssprung nicht mehr lange auf sich warten lassen.

 

Auf Filippos HP gibts noch zahlreiche Fotos...

Hier die Ergebnisse der bekannte Fahrer:

 

1

1797

BALLAN

ANDREA

ASD AI AMISI

04:01:28.38

22

1356

GEISERT

PHILIPP

RC CONCORDIA MUNCHEN

04:02:04.65

49

1357

KOLBECK

KARL

RC CONCORDIA MUNCHEN

04:04:08.94

159

1557

LEITER

CHRISTOPH

RSC ISARTAL WOLFRATSHAUSEN

04:12:25.34

194

1563

GLATTHAAR

GERD

RC CONCORDIA MUNCHEN

04:17:44.76

265

1279

MARX

THOMAS

RC CONCORDIA MUNCHEN

04:20:16.93

334

1558

SCHWANKE

HORST

RC CONCORDIA MUNCHEN

04:28:44.27

359

1564

INGENWEYEN

MICHAEL

RC CONCORDIA MUNCHEN

04:29:34.43

417

1561

ALBRECHT

CHRISTOPH

RC CONCORDIA MUNCHEN

04:33:23.37

434

1359

KAISER

THOMAS

RC CONCORDIA MUNCHEN

04:34:31.92

502

1584

JÄGER

HANS DIETMAR

RC CONCORDIA MUNCHEN

04:40:37.15

637

1559

GEBAUER

CHRISTIAN

RC CONCORDIA MUNCHEN

04:59:53.07

649

1281

HEINE

CHRISTIAN

RC CONCORDIA MUNCHEN

05:01:16.38

678

1280

KÖNIG

RALF

RC CONCORDIA MUNCHEN

05:07:42.49

 

 

 

 

 

 

16

1035

POUWELS

MELANIE

RC CONCORDIA MUNCHEN

04:59:34.55

 

26.02.2009 Rolle statt Straße

Auf Grund des anhaltend schlechten Wetters mit Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt habe ich mich doch irgendwie zum ungeliebten Rollentraining motivieren können. Und was soll ich sagen: Man gewöhnt sich an fast alles, mittlerweile macht es sogar Spaß. Am kommenden Wochenende soll das Wetter aber wieder besser werden, was ich aber leider wegen der anstehenden Prüfung am Montag nur zu kurzen Ausfahrten nutzen kann.

Die Bronchitis im Januar hatte mich formmäßig ziemlich zurückgeworfen, wie ich beim Halbmarathon schmerzvoll erfahren musste. Mittlerweile merke ich aber, wie es wirklich jeden Tag besser wird. Die Intervalle auf der Rolle fallen mir immer leichter. Ich will aber auch nichts überstürzen, die Saison wird lang genug. Deshalb fahre ich von der Intensität bis maximal an die Anaerobe Schwelle, die zur Zeit bei etwa 300W, also 4,4 W/kg, liegen dürfte. Gestern habe ich mir während des Rollentrainings das Bayernspiel angeschaut, so dass die 2h recht schnell vorbei gingen.

Als kleines Beispiel für eine typische Trainigseinheit wie ich sie zur Zeit absolviere, hier die Aufzeichnung von gestern Abend. Ziel war, vorbereitend auf das Schwellentraining sogenannte “Sub-Threshold”-Intervalle zu fahren, also von der Intensität etwas unter der Schwelle zu bleiben.

Sub-threshold_ergomo

Das zweite 20min Intervall war zum Schluss schon ganz schön anstrengend, was aber auch daran liegt, dass auf der Rolle einfach der Fahrtwind fehlt und die 280W auf der Rolle bei einem Wirkungsgrad der Muskulatur von ca. 0,22 eine zusätzliche Wärmeproduktion von ungefähr einem Kilowatt!!! mit sich bringen (das entspricht einer kleinen Kochplatte in der höchsten Stufe!). Da reicht die freie Konvektion bei weitem nicht mehr aus, um diese Wärme abzuführen...

Da nun die Termine für die Leistungskontrollen des RC Concordia feststehen, habe ich den Kalender aktualisiert und auch ein paar Photos vom Wintertraining hochgeladen...

 

15.02.2009 Halbmarathon im Schnee

Nachdem ich übers Wochenende trainingstechnisch wieder etwas rausnehmen musste, hab ichs, voll motiviert am Freitag im Fitnesstudio ein wenig übertrieben, so dass ich, obwohl ich eh schon nicht viel gelaufen war, noch dazu mit einem recht heftigen Muskelkater in den Oberschenkeln an den Start gehen musste.

Auf Grund des Schneefalls in den letzten Tagen war es recht kraftraubend auf der glatten Schneedecke zu laufen. So ging dann ab Kilometer 15 bei mir gar nichts mehr, mit Puls 160 trabend, da die Beine nicht mehr hergaben, kam ich dann aber dennoch nach 1:36h ins Ziel, über 8min langsamer als im Vorjahr, doch das sollte heute kein Maßstab sein.

Vereinskollege Frank Schouren lief wieder ein bravoröses Rennen und kam nach nur 1:17 als 6. ins Ziel. Bernd Reindl und Christoph Albrecht blieben wie geplant locker unter 1:30h und in der Gesamtwertung sicherte sich Melanie Pouwels den 2. Platz in ihrer Altersklasse.

Mit dem Rennradtraining ist es nun nach dem schönen Wetter der letzten Woche leider wieder vorbei, so dass ich wieder aufs MTB oder die Rolle ausweichen muss. Falls es die Streckenbedingungen zulassen, findet mit dem letzten Rennen der vereinsinternen MTB-Serie nächsten Samstag mein nächster Wettkampf statt...

Hier noch ein kleiner Service für alle bekannten Starter, einige konnten trotz der deutlich widrigeren Bedingungen ihre Vorjahreszeit zum Teil deutlich unterbieten:

Platzierung

Starter

AK

Zeit

min/km

2007

min/km

1

"Sieger"

1

01:12:26

03:25

01:07:55

03:12

6

Schouren, Frankie

2

01:17:52

03:40

01:19:46

03:46

51

Albrecht, Christoph

12

01:27:51

04:09

01:28:10

04:10

70

Reindl, Bernd

20

01:29:22

04:13

01:28:37

04:11

91

Eichelbaum, Björn

18

01:31:11

04:18

DNS

 

169

Kolbeck, Karl

19

01:36:27

04:33

01:28:17

04:10

250

Pouwels, Melanie

1

01:40:03

04:43

01:34:25

04:27

517

Glasenapp, Tim

67

01:52:09

05:17

DNS

 

582

Gebauer, Christian

61

01:55:40

05:27

DNS

 

790

Glasenapp, Inga

18

02:06:44

05:59

DSN

 

940

"Rote Laterne"

 

02:45:33

07:49

02:46:43

07:52

31.01.2009 Endlich wieder fit

Die leichte Bronchitis, mit der ich seit Neujahr zu kämpfen hatte, hielt mich bis Anfang dieser Woche komplett vom Training ab. Bis auf Krafttraining konnte ich jetzt 4 Wochen nichts machen, was mich ganz schön genervt hat, war ich ja im Dezember so gut drauf, wie noch nie zu der Jahreszeit. Aber jetzt ist´s zum Glück überstanden und ich bin gleich wieder voll ins Training eingestiegen.

Am Donnerstag versuchten wir die übliche Strecke des Concordia-MTB-Nachttrainings, an der Isar entlang bis Schäftlarn und auf der anderen Seite wieder zurück, zu meistern. Nach einigen Stürzen auf dem mit nur wenig Schnee und einer 5cm Massiv-Eisplatte bedeckten Weg beschlossen wir, auf der Straße zu fahren, wo ich dann meinen Formrückstand deutlich zu spüren bekam. Schon im Windschatten musste ich kämpfen, um dranzubleiben, am “Schäftlarner” versägte mich Florian Behrens endgültig...

Aber ich merke, wie es jeden Tag wieder besser wird. Gestern war ich, weil ja in zwei Wochen schon der Halbmarathon in Ismaning ansteht, 1.5h beim Laufen und heute gings wieder mal auf die Bahn nach Augsburg. Schon zu Beginn merkte ich deutlich, dass ich schon wieder viel mehr Kraft aufs Pedal bringe, als noch am Donnerstag.
Bahn_005
Zum Grundlagentraining eignet sich so ein Ausflug auf die Radbahn eher weniger, dafür macht es einen heiden Spaß, wie man an der Pulskurve sehen kann: (die gelbe Linie liegt bei 180/min;-)

Puls_Bahn

Wie fast schon üblich, beendeten wir das Training mit einem Rundenrekordfahren, welches ich, mit einer ähnlichen Zeit wie im November von 14,4s, ganz knapp vor Thomas Marx und Ralph König gewinnen konnte. Als Trophäen gab es je eine rote Nase und eine Flasche edelsten Prosecco.
Bahn_019

Nun hoffe ich, trotz der anstehenden Prüfungen an der Uni bei Training richtig durchstarten zu können. Als Start in die Rennradsaison habe ich eine eventuelle Teilnahme an der Lakegardatour ins Auge gefasst, einem Jedermannrennen rund um den Gardasee am 15. März.

 

07.01.2009 Ein holpriger Start ins neue Jahr

Erstmals möchte ich mich für die lange Pause seit dem letzten “Update” entschuldigen und allen Besuchern noch ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2009 wünschen.

Da ich die Weihnachtsferien bei meinen Eltern verbrachte und mir dort neben dem Arbeiten im elterlichen Betrieb und dem Voranbringen meiner Semesterarbeit, die ich nun am 31. Januar endgültig abgeben muss, vor allem wichtig war, Freunde und Bekannte, die ich seit dem Studium in München immer seltener sehe, zu treffen, geriet das Training etwas in den Hintergrund.

Da mir Werner seit kurzem von seiner wiederentdeckten Leidenschaft zum Skaten vorschwärmte, wollte ich das unbedingt auch mal ausprobieren und lieh mir die Ausrüstung, um am Bretterschachten beim Großen Arber meine ersten Skating-Versuche zu unternehmen. Der Bewegungsablauf ist doch komplizierter als ich mir das so vorgestellt hatte und die erste 9km-Runde konnten Robert und ich mit Jochim Engl, zwecks Doppelbelastung aus Job und Studium zur Zeit nicht in Hochform und in der klassischen Technik unterwegs, nicht mithalten und stocherten irgendwie rum, bis wir nach und nach den Dreh immer mehr raushatten und in der zweiten Runde ging es schon um ein Vielfaches besser, auch wenn die Cracks immer noch in der doppelten Geschwindigkeit an uns vorbeizogen...

Ansonsten trainierte ich bis auf ein paar Mal Krafttraining relativ wenig. Um dies etwas zu kompensieren, fuhr ich mit Robert Stocker für 3 Tage nach Bad Reichenhall, um dort ein paar Skitouren zu machen.

Für den ersten Tag hatten wir uns den Salzburger Hochthron (1842m ü.N.N.) vorgenommen, eine technisch relativ einfache Skitour entlang der schmalen Piste vom Geiereck. Leider mussten wir aus Schneemangel die ersten 200hm erstmal zuFuß zurücklegen, bevor ausreichend Schnee lag, um auf die Skier umzusteigen. Ich ging ziemlich flott los und nach etwas über einer Stunde hatte ich das Ende der Piste erreicht. Da es Robert etwas langsamer angehen ließ, fuhr ich ihm wieder etwa 200hm entgegen, um mit ihm gemeinsam dann den Rest des Aufstieges anzugehen. Im Gipfelhang legte sich die Sonne richtig schön an und man konnte ohne Windjacke gemütlich die Felle abziehen und sich im Sonnenschein stärken. Die Abfahrt war auf Grund des guten Schnees super, leider mussten wir wieder die letzten 30min zu Fuß zum Auto zurück...

Untersberg

Am folgenden Tag wollten meine Tante Eugenie, bei der wir übernachteten, und ihr Freund Michael uns begleiten. Wir suchten uns das Sonntagshorn aus, mit 1961m ü.N.N. der höchste Gipfel der Chiemgauer Alpen, da im Heutal eigentlich immer reichlich Schnee liegt.

Da ich mein eigenes Tempo gehen wollte, machten wir als Treffpunkt den Peitingkopf aus, ein etwas niedriger Vorgipfel, den Eugenie, Michael und Robert besteigen wollten. Ich sollte nach dem Sonntagshorn zu diesem Gipfel queren und sie dort antreffen. Anfangs merkte ich noch leicht die ungewohnte Belastung von gestern, doch dann ging es wirklich super und ich ging, Puls bestimmt um die 170 oder höher, schon relativ Nahe an meine Schwellenleistung. Da wir wiederum traumhaftes Winterwetter hatten, wurde mir mächtig warm und der Schweiß lief in Strömen, bis ich nach knapp 900hm und 1:20h den Gipfel erreichte. Da ich die Anderen nicht warten lassen wollte, verlor ich keine Zeit und keine 5min später war ich schon auf der Abfahrt Richtung Peitingköpfl (1720m ü.N.N.). Für die Querung und den kleinen finalen Anstieg musste ich nochmal die Felle aufziehen und erreichte schließlich den Gipfel ohne den Rest unserer Gruppe vorzufinden.

 
Sonntagshorn

Nach einer ausgiebigen Pause machte ich mich schließlich alleine auf die Talabfahrt, wobei im unteren Teil schon die eine oder andere apere Stelle war und man schon aufpassen musste, wollte man sich die Skier nicht ruinieren.

Am Auto angekommen wartete ich schließlich über 1,5h auf die anderen, die sich dann doch noch entschlossen hatten, das 250m höhere Sonntagshorn zu machen. Etwas schade, da die Abfahrt in der Gruppe natürlich schon spaßiger gewesen wäre und ich zum Ende nach der Warterei schon gut durchgefroren war, aber trotzdem ein traumhafter Ausflug bei bestem Wetter und super Fernsicht.

Seit dem 2. Januar plagt mich leider eine kleine Erkältung, so dass ich eine Trainingspause einlegen muss, morgen werde ich evtl. wieder mit leichtem Krafttraining beginnen, für Ausdauertraining werde ich noch ein paar Tage warten müssen...

 

15.12.08 MTB-Rennen #2 & Ismaninger Winterlauf #1

Nach dem ich es nach dem ersten Trainingsblock im November die letzten beiden Wochen wieder ruhiger anging, startete ich mit zwei aufeinanderfolgenden Wettkämpfen in die neue Trainingsphase.

Am Samstag stand der 2. Lauf von Fredis MTB-Cup auf dem Plan, wozu wir wieder mit dem Rad von München ins Manthal bei Starnberg anfuhren. Die Strecke war auf Grund des Schneefalls in den Tagen zuvor relativ schwierig zu befahren, teilweise war es ziemlich glatt.

Schon kurz nach dem Start ging es in die steile, etwa 80hm “lange” Rampe, wo ich schon das erste Mal in Schwierigkeiten geriet und mir, da das Hinterrad wegrutschte. Der Großteil des Feldes war mir dadurch natürlich schon enteilt. Relativ alleine fuhr ich die folgenden 30min, im gleichmäßigen Rythmus konnte ich die zweite Runde auch ohne Absteigen oder Sturz überstehen. Am Ende dieser Runde konnte ich auf dem schnellen und technisch wenig anspruchsvollen Teil einen Fahrer vor mir überholen, wollte dann im Anstieg wieder zu viel und musste wieder vom Rad. Da aber nun das Ziel bereits unten im Anstieg lag, konnte ich in der letzten Runde nochmal richtig Gas geben und den anderen Fahrer erneut überholen und kam auf den 4. Platz in der Amateurklasse. Das offizielle Ergebnis gibts später...

Fazit: Schnee ist definitiv kein Untergrund für einen MTB-Anfänger, meinen vollen Respekt für die schnellen Fahrer. Der Sieger war kaum langsamer als vor 4 Wochen auf trockenem Untergrund, für mich definitiv kaum vorstellbar...

MTB-Cup2

 

Mit etwas schweren Beinen gings am Sonntag früh nach Ismaning zum 1. Lauf der Winterlaufserie über 12,8km. Ich fuhr mit Björn Eichelbaum per S-Bahn zum Startort und traf dort die sich bereits warmlaufenden Concordianer. Da ich zuvor noch keine schnellen Laufeinheiten gemacht hatte, wollte ich erstmal sehen, wie es läuft und ließ Bernd und Thomson gleich am Start ziehen. Präsi Christoph hatte sich leider leicht erkältet, er wollte deshalb den Lauf zum Training nutzen und nicht ans Limit gehen, so dass mein geplanter “Tempomacher” wegfiel.

Es lief erstaunlich gut, der Untergrund war teilweise schon recht glatt, die Strecke somit wahrscheinlich so 1min langsamer als bei trockener Strecke. Ich lief komplett ohne Uhr, Pulsmesser etc. Da mir die Endzeit nicht wichtig war, ließ ich mir immer eine kleine Reserve nach oben und verausgabte mich auch auf den letzten Kilometern nicht, sondern lief mein Tempo durch, zwecks 10 Plätzen im Niemandsland der Wertung und einer 30s schnelleren Laufzeit wollte ich jetzt im Winter nicht 2 Tage mit schweren Beinen in Kauf nehmen.

Vereinskollege Frank Schouren lief ein bravoröses Rennen und kam mit etwas über 44min auf den Gesamt-Fünften Platz, Thomas Wimmer und Bernd Reindl steckten das MTB-Rennen anscheinend gut weg und kamen mit 49 bzw. 51 min ins Ziel, ich belegt mit 53:08min den 129 Platz von 1313 Läufern.

Hier eine kleine Übersicht der Concordia-Läufer:

Gesamt

Starter

AK

Zeit

min/km

2007

min/KM2007

1

"Sieger "

1

00:41:22

03:14

00:40:11

03:08

5

Schouren Frank

2

00:44:36

03:29

00:45:29

03:33

47

Wimmer Thomas

6

00:49:45

03:53

00:49:39

03:53

68

Reindl Bernd

20

00:51:02

03:59

00:52:10

04:05

129

Kolbeck Karl

26

00:53:08

04:09

00:53:28

04:11

194

Eichelbaum Björn

28

00:55:11

04:19

dns

 

217

Albrecht Christoph

33

00:55:58

04:22

dns

 

228

Albrecht Sebastian

56

00:56:20

04:24

dns

 

422

Pouwels Melanie

9

01:00:21

04:43

01:00:12

04:42

707

Gebauer Christian

73

01:06:17

05:11

01:05:42

05:08

1081

Glasenapp Inga

26

01:16:07

05:57

01:14:49

05:51

1313

"Rote Laterne"

 

01:55:56

09:03

01:39:02

07:44

 

03.12.2008 Erste Skitour

Das Training läuft bis jetzt hervorragend, wobei der Schwerpunkt zur Zeit auf dem Krafttraining im Fitnessstudio liegt. Da ich letztes Wochenende zu Hause bei meinen Eltern war, nutzte ich zusammen mit Robert bei herrlichem Wetter die Gelegenheit für eine kleine Skitour auf den Gr. Arber.
Arber Rob
Arber I

Nächsten Samstag werden wir wieder nach Augsburg zum Bahntraining starten.

Eventuell laufe ich am kommenden Sonntag den Regensburger 10km-Nikolauslauf und dabei nicht auf eine möglichst schnelle Endzeit abzielen. Vielmehr möchte ich das Tempo variieren, um zu sehen, mit welcher Pace ich am besten zurechtkomme. Ob ich tatsächlich starte, werde ich aber kurzfristig am Samstag Abend entscheiden.

 

20.11.2008 Neue Vereinstrikots

Beim letzten Vereinsabend wurde endgültig verkündet, dass wir nächstes Jahr in neuem Design unterwegs sein werden. Außerdem gibts dann wieder das volle Sortiment mit Zeitfahranzügen, Westen, Jacken etc.

Hier der Entwurf:

trikot

Hier noch das Ergebnis vom Freitag nachgereicht: MTB-Wintercup

15.11. 2008 Nachtrennen MTB und Bahnfahren Augsburg

Jetzt freue ich mich auf den morgigen “Ruhe-Sonntag”, denn zwei für diese Jahreszeit recht intensive Tage liegen hinter mir.

Gestern fand das erste MTB-Rennen des RC Concordia unter Leitung vom Fredi Stadler statt. Start war um 19 Uhr im Manthal bei Starnberg, so dass Christoph unser Präsident, Bernd, Thomson, Erich und ich bereits um 17:30 Uhr in München wegfuhren und schon auf dem Hinweg ordentlich Gas gaben.

Zum Start hatten sich fast 20 Fahrer eingefunden und wir entschieden uns, um die 7,5km lange Strecke, die mit LED-Rücklichter an den Abzweigungen markiert war, kennenzulernen, erst eine neutrale Runde zu fahren. Gleich zu Beginn war eine doch recht steile und lange Rampe zu bewältigen, während der Rest keine allzu schwierigen Passagen mehr enthielt und der Siegerschnitt zum Ende dann trotz der eingeschränkten Sicht im Nachtrennen über 28 km/h betragen sollte.

Gleich nach dem Startschuss zerfiel das Feld am Berg in mehrere Gruppen, ich konnte in zweiter Position aus dem Berg herausfahren und hielt mich einige Zeit am Hinterrad, bis der Führende die erste Position abgab und ich im Wind fuhr. Allerdings hatte ich den scharfen Linksknick nach etwa 5km nicht mehr im Gedächtnis und fuhr mit 30km/h geradeaus. Das Wendemanöver kostete mich an die 30s und ich hatte natürlich den Anschluss an die vorderen Gruppen verloren. Alleine fuhr ich dann die restlichen 2 Runden zu Ende und konnte noch einige Fahrer überholen. Mit dem Ausgang des Rennens hatte ich natürlich nichts mehr zu tun, während vorne ein bärenstark auffahrender Wolfgang Hiltscher Ironman Bernd und MTB-Ass Thomson im Schlussprint keine Chance ließ, die vereinsinterne Wertung gewann und Gesamt-Zweiter wurde.

karl

Ich wurde dann doch noch 3. der Altersklasse und Gesamtsiebter. Das offizielle Ergebnis gibts auf der Concordia-Seite.

 

 

Für heute Nachmittag hatten wir es zum Bahnfahren in Augsburg ausgemacht, wozu wir uns erstmal in München trafen, die Bahnräder und Fahrer auf die Autos verteilten und uns auf den Weg nach Augsburg machten. Da die meisten von uns kein Bahnrad haben, liehen wir uns vor Ort eins aus.

Nach den ersten 10min, die man braucht, um sich wieder an die starre Nabe, die Riemenpedale und die Bahn zu gewöhnen, gings schon richtig flott los, die meisten waren allerdings auch gestern beim MTB-Rennen gestartet, so dass die ersten Runden alles andere als flüssig gingen, nach der Saisonpause haut ein Rennen schon wieder gut rein. Nach und nach gings besser und wir fuhren unterschiedliche Trainingsspielchen, z.B. fuhren wir in der Gruppe, während der jeweils erste versuchen musste, eine Runde gut zumachen und wenn er wieder aufgeschlossen hatte, war der nächste an der Reihe...

Zum Abschluss machten wir wie schon letztes Mal wieder ein Rundenrekordfahren, die Zeiten fallen nach 2h Intervalltraining und äußerst dürftigen Rädern natürlich nicht sehr berauschend aus, mir glückte mit 14,3s die schnellste Runde des Tages, den zweiten Platz belegte Thomas Marx, der mit 14,8s nur knapp langsamer unterwegs war.

Für reine Straßenfahrer ist ein Ausflug auf die Bahn immer wieder ein tolles Erlebnis und wir haben uns vorgenommen, so bald wie möglich wieder zu starten...
rennbahn

 

02.11. 2008 Herzogstand mit MTB

Für heute hatten Werner und ich eigentlich ein ausgiebigeres Bergtraining am Herzogstand geplant, was unter anderem vorsah, vom Kesselberg aus mehrere Male, abwechselnd per MTB und laufender Weise die 700hm bis zum Herzogstandhaus zu bewältigen, doch es sollte dann doch leicht anders kommen...

Am Samstag waren mit Wolfgang, Christian und Robert Spezl aus meiner Heimat zu Besuch, um das Sechstagerennen zu besuchen. Wir hatten, obwohl die Olympiahalle sehr mau besetzt war, einen Heidenspass, da wir u.a. auch noch auf Christian Sacher vom RSC Wolfratshausen trafen und so kam es, dass wir erst gegen 5 Uhr morgens nicht mehr ganz nüchtern nach Hause kamen.

Dementsprechend fit, nach nicht mal 4h Schlaf, gings um 10Uhr Richtung Walchensee, das super Wetter weckte dann wieder die ersten Lebensgeister, der Brummschädel ließ langsam nach und wir fuhren vom Parkplatz gleich die ersten richtig steilen Rampen hoch. Nach wenigen Minuten erwartete uns auch schon die erste böse Rampe mit über 25% Steigung, die aber noch verhältnismäßig kurz war. Nach und nach lief es immer besser, die Schaltung, die mir in letzter Zeit oft Probleme bereitet hatte, habe ich nun anscheinend hinbekommen und die Gänge schalteten flüssig, allerdings ist bei der 7-fach Kassette der Sprung vom 1. zum 2. Gang zu groß, so dass man sich entweder einen Wolf kurbelt oder dann schon 3 oder 4 km/h zulegen muss, um den größeren Gang noch flüssig treten zu können. Da doch einige “Sonntags-MTBer” unterwegs waren, hatten wir doch einigen Spaß, wenn man mit doppelter Geschwindigkeit an top durchgestylten Fahrern mit sündhaft teuren Rädern vorbeizog.

Nach der zweiten Rampe, die wirklich schon einges an Kondition erfordert, um zügig hochzukommen, ist die Steigung im angenehmen Bereich und man kann auch mal kurz in den Wiegetritt gehen, um die Muskulatur zu lockern. Der letzte Kilometer, bei dem man den Gipfel dann schon sehen kann, ist richtig gut zu fahren. Bei herrlichstem Bergwetter genossen wir die Aussicht, mussten dann aber einsehen, dass es heute keinen Sinn mehr macht, auch noch hochzulaufen. So hatten wir noch Zeit um Fotos zu machen und mit anderen MTBern zu fachsimpeln, bis wir die Abfahrt in Angriff nahmen, vor der ich als ungeübter MTBer schon etwas Respekt hatte, was sich aber als unbegründet herausstellte, da die Schotterstraße auch in den steilen Passagen mit 25% auch noch ohne Schwierigkeiten zu fahren ist, einzig die Wanderer und v.a. deren Hunde bremsen den Abfahrtsspaß.
mtb1

Nächsten Freitag findet das erste MTB-Rennen des Wintercups statt, was zugleich das erste Rennen der neuen Saison sein wird...

 

02.11. 2008 Die neue Saison beginnt

Erstmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich die Aktualisierung der Page in letzter Zeit arg vernachlässigt habe, doch ich bin zur Zeit zwecks einer Studienarbeit, die heuer noch abgeschlossen werden muss, etwas im Stress und was Radrennen oder sonstige Wettkämpfe betrifft, gibt es nichts neues zu vermelden.

Dafür nun ein etwas ausführlicherer Bericht:

Da ich im Oktober etwas Abstand vom Rennrad brauchte, habe ich mich nach anderweitigen sportlichen Betätigungen umgesehen und organisierte mir bei meinem Vereinskollegen Thomas Wimmer ein kostengünstiges MTB, mit dem ich nun einige Male die Trails an der Isar Richtung Grünwald unsicher gemacht hab. Da musste ich dann schon feststellen, dass zum MTBen erheblich mehr gehört, als in die Pedale zu treten. So oft bin ich in den letzten Jahren insgesamt mit dem Rennrad nicht gestürzt, als wenn z.B. der über dem Weg liegende Baumstamm dann doch höher war, als meine noch bescheidenen Sprungqualitäten oder die vom Laub verdeckten Wurzeln mich ausbremsten und mir einige Male nur mehr der etwas unbequemere Abstieg nach vorne über den Lenker blieb*g...

Neben dem MTBen habe ich mich wieder etwas dem bouldern und klettern gewidmet, und es ging erstaunlich gut. Natürlich ist die Fingerkraft nur noch auf einem Bruchteil dessen, was ich vor einigen Jahren halten konnte und der bei einem MTB-Sturz in Mitleidenschaft gezogene Daumen machte es nicht angenehmer, doch es wurde schnell besser und es gingen gegen Ende einige Dachboulder, bei denen ich anfangs keine zwei Züge schaffte.

Nun startete mit dem 01.11. wieder eine neue “Zeitrechnung”, d.h. die neue Saison beginnt, das Trainigstagebuch ist wieder eine relativ leere Liste, die es während der nächsten 12 Monate wieder mit einigen hundert Einträgen zu füllen gilt. Auf Grund dessen, dass ich letzten Winter den Fokus auf Krafttraining legte und der gesundheitlich notwendigen Pause im Juli wurden es etwas weniger Kilometer als in der Vorjahressaison, insgesamt kam ich auf ca. 12500km, davon 2000km im Rennen, die reine Trainingszeit (inclusive Krafttraining, Laufen...) betrug 520h.

KM-2008

.
H-2008
                                                             erstellt mit CicloTrainer(c)

Um etwas Abwechslung ins Training zu bringen, möchte ich im Winter auch wieder etwas laufen und habe mich, wie im letzten Jahr, gemeinsam mit etlichen “Concordianern” zur Ismaninger Winterlaufserie gemeldet, die aus 3 Läufen über 12.8, 16.8 und 21.1km verteilt auf Dez., Jan. und Feb. besteht.

Mein erster “Renneinsatz” wird vorraussichtlich am 14.11.08 das Nachtrennen des Vereins-MTB-Wintercups sein, natürlich steht hier der Spaß im Vordergrund, aber ein paar intensivere Einheiten können nicht schaden. Für Interessierte gibts hier die Ausschreibung.

Am Tag darauf gehts zum Bahntraining nach Augsburg, für uns Münchner ein seltenes Event, da es doch recht zeit- und kostenintensiv ist, den relativ weiten Weg zwecks 2h Training auf sich zu nehmen. Umso größer ist die Vorfreude, kurz nach den Sixdays selber mit 50 Sachen in die Steilkurven zu brettern...

Durch das unerwartet gute Wetter mit über 17°C nutzte ich das erste WE nach 4 Wochen Rennradabstinenz gleich für zwei ausgedehntere Ausfahrten in der Gruppe und habe nun nach den 2 Tagen 242km auf dem Tacho stehen, hoffentlich ein gutes Omen für die kommende Saison.